Mehr Schulden als geplant: Kabinett beschließt Haushaltsentwurf

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Der Bund plant im kommenden Jahr mehr neue Schulden zu machen als bisher geplant. Höhere Ausgaben sind etwa für den Klimaschutz und die Gesundheit vorgesehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel vor der wöchentlichen Kabinettssitzung im Kanzleramt. (Bild: dpa)
Bundeskanzlerin Angela Merkel vor der wöchentlichen Kabinettssitzung im Kanzleramt. (Bild: dpa)

Das Bundeskabinett hat den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2022 beschlossen. Erneut ist der am Mittwoch gebilligte Etat geprägt von den Folgen der Corona-Krise.

Höhere Ausgaben für den Klimaschutz und die Gesundheit geplant

Der Bund will laut Entwurf im kommenden Jahr mehr neue Schulden machen als bisher geplant. Konkret ist eine Nettokreditaufnahme von 99,7 Milliarden Euro vorgesehen, wie aus einer Kabinettsvorlage hervorgeht. In den im März vorgelegten Eckwerten hatte das Finanzministerium noch mit einer Nettokreditaufnahme von 81,5 Milliarden Euro für 2022 gerechnet. Geplant sind nun aber höhere Ausgaben etwa für den Klimaschutz und die Gesundheit. Bereits 2020 und 2021 hatte der Bund neue Schulden in Milliardenhöhe aufgenommen.

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Die Haushaltspläne stehen gewissermaßen unter Vorbehalt, denn der im Herbst neu gewählte neue Bundestag muss den Etat verabschiedet. Es könnte daher noch zu deutlichen Änderungen kommen.

Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse soll laut Entwurf auch im kommenden Jahr vor dem Hintergrund der Corona-Krise ausgesetzt werden. Sie sieht vor, dass der Bund nur in ganz geringem Maße neue Kredite aufnehmen darf, nämlich maximal 0,35 Prozent der Wirtschaftsleistung. Ab 2023 will der Bund laut Vorlage nicht mehr von der Ausnahmeregelung Gebrauch machen.

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