Kahnweiher im Stadtwald: Fische sterben durch Niedrigwasser – Auch Küken in Gefahr

Der Pegel im Kahnweiher sinkt wegen einer defekten Pumpe immer weiter.

Es ist kein schöner Anblick. Tote Karpfen verwesen in Ufernähe des Gewässers, das gerade auf Tümpelgröße schrumpft. Manchen Besuchern des Stadtwaldweihers in Lindenthal wird bei diesem Anblick schlecht.

Weiherpatin Claudia Scherping macht sich Sorgen: „Seit Ende Februar verliert der Weiher stetig Wasser“, schildert sie. „Wir finden immer wieder tote Fische. Wahrscheinlich ist aufgrund der geringen Wassermenge mittlerweile zu wenig Sauerstoff im Weiher.“ Durch die toten Tiere und den Kot der dort lebenden Vögel würde die Qualität des Wassers immer schlechter.

Die Pumpe des Weihers ist kaputt

Scherping kennt den Grund für den sinkenden Pegel: „Die Pumpe, die den Weiher mit frischem Wasser versorgt, ist kaputt. Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen wartet auf ein Ersatzteil. Ich verstehe nicht, warum das so lange dauert.“ Joachim Bauer, stellvertretender Leiter des Amts für verspricht, dass es nun schnell geht: „Das Ersatzteil ist angekommen und die Pumpe wird am Donnerstag repariert.“ Leider sei das Amt erst nach einer Woche von dem Defekt benachrichtigt worden. „Dann haben wir uns den Schaden mit den Kollegen vom Amt für Gebäudewirtschaft angeschaut. Ein Teil der Pumpe ist kaputt, das nicht so schnell geliefert werden konnte.“

Solange liefe aber Wasser von zwei Hydranten in der Nachbarschaft in das Gewässersystem, aus dem auch der Stadtwaldweiher gespeist wird. Nach Ansicht von Claudia Scherping ist das nicht genug: „Das Wasser fließt erst in den Kanal im Tierpark und dann in den Stadtwaldweiher. Dort kommt aber davon viel zu wenig an“, schildert sie.

Es würde regelmäßig um 15 Uhr, wenn die zuständigen Arbeiter Schichtende hätten, wieder abgestellt. Sie könne verstehen, dass man wegen der Gefahr von Vandalismus Hydranten nicht ununterbrochen und auch am Wochenende laufen lassen kann, doch das sei zu wenig. Man könne doch mit Hilfe eines Hydranten an der Dürener Straße direkt Wasser in den Stadtwaldweiher leiten.

Weiherpatin Scherping macht sich Sorgen um Küken

Diese Möglichkeit sieht Joachim Bauer nicht: „Wir haben schlechte Erfahrungen damit gemacht, Hydranten an solchen Verkehrsachsen anzuzapfen“. Den Weiher auf diese Weise zu speisen, sei sowieso nur eine Notlösung. „Sobald die Pumpe repariert ist, wird der Pegel wieder steigen“, versichert er. Wie lange das dauert, kann er allerdings nicht sagen. So macht sich Weiherpatin Claudia Scherping weiter Sorgen: „Wir schätzen, dass Monate vergehen, bis der alte Wasserstand wieder erreicht ist.“

Sie rechnet mit Folgeschäden. „Die Kükentreppen hängen teilweise in der Luft. Wenn die kleinen nicht aus dem Wasser kommen, sterben sie. Es gibt noch Steintreppen, aber die müssen sie erst einmal finden.“ Die schlechte Wasserqualität sei ebenfalls schädlich für das ganz junge Federvieh. „Und nun brütet noch ein Schwanenpaar auf der Insel im Weiher. Ende April werden die Küken schlüpfen. Und wir wissen nicht, ob sie es bei dem Pegelstand aus dem Wasser wieder auf das Land schaffen.“...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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