Kalifornien: Öl-Katastrophe noch nicht gebannt

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Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat nach der verheerenden Öl-Pest Orange County zum Notstandsgebiet erklärt. Helfer und Einsatzkräfte sind vor Ort um Schadensbegrenzung bemüht.

Schiffe versuchen, den Ölteppich einzugrenzen und das Öl von der Wasseroberfläche zu schöpfen. Mit Barrieren wird versucht, weitere Gebiete vor der Verschmutzung zu bewahren.

Durch den Ölteppich gelangten fast 600.000 Liter Schweröl in den Ozean vor Huntington Beach, einem beliebten Surf- und Badeort. Entlang der gesamten Küste mussten zahlreiche Strände geschlossen werden, die Fischerei wurde komplett untersagt. Das ausgelaufene Öl bedroht auch ein Naturschutzgebiet.

"Und ich habe mich immer wieder gefragt, warum in der Welt wir dieses Öl fördern , Öl hier an diesem wunderschönen Ort mit Millionen von Menschen und unserer gesamten Wirtschaft, die auf den Küstentourismus aufbaut, mit abertausenden Jobs, die in direktem Zusammenhang mit unseren Stränden, sauberem Wasser und Ozean stehen. Es ist unfassbar, dass wir weiter nach Öl bohren", sagte Kaliforniens Vertreter im Repräsentantenhaus, Mike Levin.

Die Strände könnten wochenlang oder gar noch länger gesperrt bleiben, was einen schweren Schlag für die lokale Wirtschaft bedeuten würde.

Unterdessen hat die Betreiberfirma mitgeteilt, dass mit Hilfe von Tauchrobotern das mögliche Leck an der Pipeline entdeckt worden sei. Der Chef von Amplify Energy, Martyn Willsher, schloss nicht aus, dass der Anker eines Frachtschiffes ein Loch in die Pipeline gerissen haben könnte.

Allerdings stammt die betroffene Pipeline aus den 1980er Jahren. Experten warnen seit Jahren, dass derart veraltete Infrastruktur ein hohes Risiko für die vom Meer abhängige Region darstellt.

Wie groß der Schaden sein wird, den das Leck verursacht hat, bleibt abzuwarten.

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