Kalifornien führt weitgehende Impfpflicht für Schüler ein

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Schüler in Los Angeles (AFP/Robyn Beck)

Kalifornien führt als erster US-Bundesstaat eine weitgehende Corona-Impfpflicht für Schüler ein. Eine Impfung gegen das Coronavirus soll ab dem kommenden Jahr Voraussetzung für eine Teilnahme am Präsenzunterricht werden, wie Gouverneur Gavin Newsom am Freitag ankündigte. "Unsere Schulen verlangen schon Impfungen gegen Masern, Mumps und andere Krankheiten. Warum? Weil Impfungen funktionieren."

Eine Impfung gegen das Coronavirus werde nun zur Liste der Pflichtimpfungen für Schüler hinzugefügt, erklärte der Politiker der Demokratischen Partei. Es gehe darum, dass Kinder "sicher und gesund" seien.

Allerdings soll die Impfpflicht erst gelten, wenn ein Vakzin von der Arzneimittelbehörde FDA für die jeweilige Altersgruppe vollständig zugelassen wurde. Bislang hat der Impfstoff von Biontech/Pfizer in den USA eine vollständige Zulassung ab einem Alter von 16 Jahren und eine Notfallzulassung für Zwölf- bis 15-Jährige.

Für Kinder unter zwölf Jahren gibt es noch keine Zulassung. Für die ebenfalls in den USA eingesetzten Vakzine von Moderna und Johnson & Johnson gibt es bislang Notfallzulassungen ab einem Alter von 18 Jahren.

Newsom sagte am Freitag beim Besuch einer Schule in San Francisco, die Impfpflicht für die jeweiligen Altersgruppen werde je nach Entwicklung am 1. Januar oder 1. Juli kommenden Jahres in Kraft treten. Ausnahmen wird es geben wegen religiöser oder medizinischer Gründe. Nicht geimpfte Schüler werden zudem über das Internet am Unterricht teilnehmen können.

Die Vorgaben gelten für öffentliche Schulen wie Privatschulen gleichermaßen. Der Schulbezirk der kalifornischen Millionenmetropole Los Angeles hatte bereits Anfang September eine Impflicht für Schüler angekündigt.

Die Frage einer Impfpflicht ist in den USA höchst umstritten. Die konservativen Republikaner lehnen verpflichtende Impfungen wie auch Vorgaben zum Maskentragen überwiegend ab.

fs/noe

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