Kamala Harris Kekse sorgen für Eklat bei Guatemala-Reise

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Die Vizepräsidentin der USA verschenkt Kekse mit ihrem Gesicht darauf. Ist das überzogener Narzissmus oder einfach nur ein willkommener Grund für ihre Gegner, sie zu attackieren?

US-Vizepräsidentin Kamala Harris bei ihrer Rede im Palacio Nacional de la Cultura in Guatemala Stadt. (Bild: REUTERS/Carlos Barria)
US-Vizepräsidentin Kamala Harris bei ihrer Rede im Palacio Nacional de la Cultura in Guatemala Stadt. (Bild: REUTERS/Carlos Barria)

Kamala Harris hat bisher keinen leichten Stand. Zunächst agierte sie viel im Hintergrund, dann gab ihr Joe Biden mit dem komplizierten Thema der Einwanderung eine schwer zu bewältigende Aufgabe. Und jetzt bekommt sie auch noch heftige Kritik für ein bisschen Gebäck.

Harris befindet sich momentan auf ihrer ersten großen Auslandsreise in schwieriger Mission. In Guatemala soll sie mit Präsident Alejandro Giammattei darüber sprechen, wie der Strom einwanderungswilliger Menschen aus Mittel- und Südamerika in die USA gebremst werden kann. Doch eine kleine Geste an die mitgereisten Journalisten bringt die Vizepräsidentin jetzt in Erklärungsnot. Denn Harris verschenkte eine Ladung Kekse an die Reporter, auf denen ihr eigenes Gesicht zu sehen war. Die USA Today-Journalistin Courtney Subramanian postete ein Bild des Porträt-Gebäcks auf Twitter und die Reaktionen folgten prompt.

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Denn die freundliche unbedachte Geste wurde der Vizepräsidentin übel ausgelegt. Der ehemalige kalifornische Kongresskandidat Buzz Patterson schrieb auf Twitter: "Als ein ehemaliger militärischer Berater der Clinton-Regierung hätte ich mir ein solches Maß an Narzissmus niemals vorstellen können." Andere republikanische Politiker nutzten die Gelegenheit ebenfalls für einen Seitenhieb gegen Harris. 

Moderne Marie-Antoinette?

Ronna McDaniel aus dem Parteivorstand verglich die Keks-Aktion sogar mit der berühmten französischen Königin Marie Antoinette: "Kekse mit ihrem Gesicht darauf zu verteilen, während die Krise an den Grenzen tobt... das ist das moderne Gegenstück zu 'sollen sie doch Torte essen." Auch der Abgeordnete Guy Reschenthaler schlug einen weiten Bogen vom Gebäck zur Politik: "VP verteilt Kekse an die Presse mit ihrem Gesicht darauf während die Kartelle hunderte Millionen Dollar damit machen, Drogen und Kinder über die Südgrenze zu schmuggeln. Das ist alles nur durch die Politik der Biden/Harris-Regierung möglich." 

Doch in der Aufregung um "Cookie-Gate" sprangen der Vizepräsidentin durchaus auch User zur Seite. Bei den Keksen handelte es sich nämlich keinesfalls um eine Eigenproduktion aus dem Hause Harris. Eine Userin klärte den Hintergrund auf: "Die Leute verstehen den Kontext nicht. Diese Kekse hat ihr ein Geschäft mit Schwarzen Besitzern geschenkt und sie hat sie dann an die Presse verteilt." Eine weitere Userin schrieb: "Übersetzung: VP Harris teilte ihre personalisierten Geschenke von einer Schwarzen Bäckerei mit der Presse, die sie bisher ziemlich unfreundlich behandelt." Das klänge eher nach der umsorgenden "Auntie Momala" für sie.

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Der Keks-Vorfall zeigt aber, wie schwer Kamala Harris es haben wird, die republikanische Partei von politischen Programmen zur Einwanderung zu überzeugen, wenn schon ein bisschen Gebäck ausreicht, die Gemüter derart zu erhitzen.

Im Video: Kamala Harris zur Migrationskrise - "Kommen Sie nicht"

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