Kammermusikfestival: "Jerusalem ist für viele ein mystischer Ort"

Elena Bashkirova lädt zum siebten Mal zum „Intonations“-Festival ins Jüdische Museum ein

Berlin. Die Festivalleiterin steckt in den letzten Vorbereitungen: 32 Künstler sollen 28 Werke in sechs Konzerten aufführen. Am Sonnabend wird die Berliner Pianistin Elena Bashkirova zum siebten Mal ihr "Jerusalem International Chamber Music Festival Intonations" im Jüdischen Museum Berlin eröffnen. "In diesem Jahr gibt es im Museum die sehr schöne Jerusalem-Ausstellung", sagt sie: "Dazu passt unser Programm perfekt." Gleich im Eröffnungskonzert am Sonnabend (18 Uhr) wird mit Händels Musik die "Ankunft der Königin von Saba" in Jerusalem erwartet. Später folgen etwa Max Bruchs jüdisches "Kol Nidrei" op. 47 und Joseph Haydns "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz". "Es gibt von allem etwas – außer einem arabischen Stück", sagt die Leiterin. "In diese Konstellation passte nichts, was ich gehört hatte. Es war alles zu folkloristisch für mich."

In Jerusalem ist das Publikum deutlich älter als in Berlin

Das Berliner Festival ist ein Ableger des Jerusalemer Festivals von Elena Bashkirova. In Jerusalem habe sie ein tiefes Gefühl von Zuhause, sagt die aus Moskau stammende Künstlerin: "Viele Menschen finden Jerusalem unglaublich schön und betrachten die Stadt als ihre. Das ist nicht geopolitisch gemeint, aber Hunderte, ja Tausende Jahre versuchen Leute, diesen kleinen Fleck für sich zu bekommen. Es ist ein mystischer Ort." Aber Jerusalem ist eben auch ein umstrittener Ort. Sie werde von Jahr zu Jahr trauriger, sagt Elena Bashkirova, "weil sich die Stadt immer mehr von der Normalität...

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