Kampf gegen Drogen: Senator will Drogenspürhunde in Berlins Gefängnisse schicken

Justizsenator Dirk Behrendt will in Berliner Gefängnissen verstärkt auf Drogen kontrollieren.

Ulrich Kraetzer

In den Berliner Gefängnissen wurden im vergangenen Jahr deutlich mehr Drogen gefunden als in den vorherigen Jahren. Wie die Senatsverwaltung für Justiz mitteilte, betrifft der Anstieg vor allem Cannabis-Produkte. Allein in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Tegel fanden Bedienstete 2016 rund 3,2 Kilogramm Cannabis. 2015 waren es noch 1,6 Kilogramm gewesen. Einen erheblichen Anstieg gab es auch in der JVA Moabit. Dort fanden die Mitarbeiter im vergangenen Jahr 1,45 Kilogramm Cannabis. Im Jahr zuvor war es etwas mehr als ein Kilogramm.

In den übrigen Anstalten waren die gefundenen Mengen – auch aufgrund der geringeren Größe der Gefängnisse – deutlich geringer. Auch die Anstiege hielten sich vergleichsweise in Grenzen. In der Jugendstrafanstalt hat sich die Menge des gefundenen Cannabis allerdings auf 415 Gramm nahezu verdoppelt. Einen deutlichen Rückgang gab es allein im Gefängnis Heidering – von 534 Gramm in 2015 auf 141 Gramm im vergangenen Jahr. Die Zahl der Heroin- und Kokain-Funde hielt sich im Vergleich in Grenzen.

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) wertete den Anstieg als "Beleg für den Erfolg von Kontrollen". Gefangene würden bei Haftantritt und stichprobenartig nach Urlaub oder Ausgang sowie nach Besuchssprechzeiten nach Betäubungsmitteln durchsucht. Zudem gebe es "in unregelmäßigen Abständen" Kontrollen der Hafträume. Die Statistik der Verwaltung zeigt allerdings, dass die Zahl der Haftraumkontrollen in den Gefängnissen nicht wesentlich erhöht worden ist.

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