Kampf um Gleichberechtigung auch auf dem Steuerformular

Keine Gleichberechtigung auf dem Steuerformular

Erst er, dann sie: In den Steuerformularen für zusammen veranlagte Ehepaare werden zuerst die Daten des Mannes abgefragt - sogar dann, wenn die Frau mehr verdient. Diese Ungleichbehandlung ärgert den Steuerzahlerbund und die Grünen, wie der "Tagesspiegel" am Dienstag berichtet. "Es wird Zeit, dass Frauen auch in den Köpfen von Steuerbeamten gleichgestellt werden", forderte die Steuerpolitikerin Lisa Paus (Grüne) dem Blatt.

Der Präsident des Bunds der Steuerzahler, Reiner Holznagel, schlug vor: "Statt Ehemann beziehungsweise Ehefrau könnte einfach Ehepartner A beziehungsweise B abgefragt werden, damit die Eheleute selbst entscheiden können, wer zuerst und wer als zweiter Partner eingetragen wird."

Dem Bericht zufolge ist der Bund der Steuerzahler bereits im Bundesfinanzministerium mit den Änderungsvorschlägen vorstellig geworden. Auch sucht bereits seit 2015 eine Arbeitsgruppe auf Länderebene nach einer Lösung. Da eine Umstellung der Formulare aber auch eine Änderung in der Software der Finanzämter nötig machen würde und dies kompliziert sei, sei vorerst nicht mit einer Reform zu rechnen, berichtete der "Tagesspiegel".

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