Kampf um das Korn: In Istanbul soll über Exportkorridor verhandelt werden

Im Konflikt um das in der Ukraine festsitzende Getreide bahnt sich nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu eine Lösung an.

Demnach wollen Vertreter Russlands, der Ukraine und der Vereinten Nationen zeitnah in Istanbul über die Öffnung eines Export-Korridors beraten. Diese Bemühungen könnten dann in der Unterzeichnung einer Art Abkommen unter UN-Schirmherrschaft gipfeln.

Der türkische Staatschef Erdogan ist seit einiger Zeit um eine Rolle als diplomatischer Vermittler bemüht und hat Istanbul als Verhandlungsort für mögliche Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den Vereinten Nationen ins Spiel gebracht.

Aus dem Umfeld des UN-Generalsekretärs Guterres verlautbarte, man nehme positive Zeichen von verschiedenen Seiten wahr. Konkrete Vorbereitungen für Gespräche wurden nicht bestätigt.

Millionen Tonnen Getreide stecken in der Ukraine und den Schwarzmeerhäfen fest. Wegen der russischen Export-Blockade sind die globalen Lebensmittelpreise deutlich gestiegen.

Westliche Politiker werfen Russland vor, auf eine Hungerkrise zu spekulieren und sie als Druckmittel einzusetzen, damit der Westen die Sanktionen abschwächt. Moskau weist diese Anschuldigungen zurück.

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