Kampf um Rohstoffe - verlieren Europas Unternehmen den Anschluss?

Die Weltmächte haben einen Wettlauf um seltene Erden und andere für den Klimawandel benötigte Mineralien gestartet, da diese Elemente in elektrischen Batterien, Windkraftanlagen und vernetzten Geräten zu finden sind.

Um diesen technologischen Wandel nicht zu verpassen, trafen sich öffentliche und private Interessenvertreter aus der EU in Brüssel zu einer Konferenz, die der Entwicklung des Sektors gewidmet war.

Laut Europäischer Investitionsbank bestätigt sich das Bewusstsein für dieses Thema in der Praxis.

Von Woche zu Woche gebe es mehr Projekte, vor allem zu den kritischen Rohstoffen. In den letzten zwei Jahren habe sich die Bank mit etwa 80 Projekten beschäftigt, von der Gewinnung über die Verarbeitung bis hin zu den Batteriefabriken, auch bis hin zur Montage, sagt Eoin Keane von der EIB.

Viele Unternehmen glauben, dass die EU diese seltenen Erden auf dem eigenen Kontinent abbauen muss, um ihre Abhängigkeit zu verringern. Und um diesen technologischen Zug nicht zu verpassen, fordern sie den Abbau bestimmter Hürden.

Die Eröffnung einer Mine könne leicht 15 bis 20 Jahre dauern, wovon ein großer Teil auf die Genehmigungsphase entfalle, sagt Jonathan Vanherberghen vom Bergwerkskonzern Rio Tinto. In Europa sollte dieses Verfahren einfacher und schneller ablaufen. In der EU gebe es 27 Mitgliedstaaten mit unterschiedlichen Bergbaugesetzgebungen. Es könne vieles dazu beitragen, diess zu vereinheitlichen und in Zukunft zusammenzubringen.

Aber die Industriefrage wirft auch gesellschaftliche Probleme auf. Um diese seltenen Erden auszubeuten, müssen lokale Behörden und Bürger davon überzeugt werden, die Öffnung von Minen zu akzeptieren, was gleichbedeutend mit Umweltzerstörung ist.