Ex-Kanzler Schröder glaubt nicht an Rot-Rot-Grün

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (L) und Martin Schulz Mitte Februar in Berlin. Foto: Stephanie Pilick

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hält auf Bundesebene eine Koalition der Sozialdemokraten mit der Linkspartei derzeit nicht für realistisch. «Ich glaube nicht, dass man das hinbekommt, solange die Familie Lafontaine in der Linkspartei tonangebend ist».

Rot-Rot-Grün könne man erst machen, wenn bei der Linken «vernünftige Leute» wie der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow das Sagen hätten, sagte Schröder dem Magazin «Der Spiegel»

Ein Linksbündnis müsse zu Bedingungen der SPD realisierbar sein, meinte Schröder: «Wir erklären, wer Koch und wer Kellner ist.»

Der ehemalige Regierungschef warnte den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz vor einer inhaltlichen Annäherung an die Linkspartei. Mit Parolen, die nach Lafontaine klängen, werde es der SPD nicht anders gehen als der Union auf der Rechten: «Dann wählen die Leute das Original und nicht das Plagiat», argumentierte Schröder. Er sei ziemlich sicher, «dass Martin Schulz das ganz genau weiß».

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