Kanzlerin beim 1. FC Köln: Merkel wirbt für Flüchtlings-Initiative „Wir zusammen“

Während des Spiels werden auch einige hundert Flüchtlinge im Stadion sein.

Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag den 1. FC Köln besucht, werden auch einige hundert Flüchtlinge zu Gast im Rhein-Energie-Stadion sein. Denn das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt steht an diesem Abend ganz im Zeichen der Integration.

1. FC Köln als Teil der Initiative „Wir zusammen“

Der Klub ist Mitglied der Initiative „Wir zusammen“, einem Netzwerk von deutschen Unternehmen, die Patenschaften für Flüchtlingsprojekte übernommen haben. Die Kanzlerin will den Fußballabend dazu nutzen, erneut die Werbetrommel für die Initiative der Wirtschaft zu rühren. „Auf den Banden im Stadion und auf den Trikots sowohl der Profis als auch der Einlaufkinder wird der Schriftzug »Wir zusammen« zu sehen sein“, so FC-Sprecher Tobias Kaufmann. Zu Gast sind auch 200 Projektverantwortliche aus den beteiligten Unternehmen.

Vor dem Anpfiff wird sich Merkel über das Engagement der Kölner im Rahmen von „Wir zusammen“ informieren: Beim Projekt „Integration durch Fußball“ bieten die Stiftung des 1. FC Köln gemeinsam mit dem Partnerverein CfB Ford Niehl seit Oktober 2015 ein wöchentliches Fußballtraining an.

15 Flüchtlingskinder im Alter zwischen acht und 14 Jahren kicken gemeinsam mit Fußballern des Niehler Vereins. So können neue Freundschaften entstehen, einige Kinder haben es mittlerweile sogar in die reguläre Jugendmannschaft geschafft. Der 1. FC Köln unterstützt zudem ein ähnliches Projekt für Mädchen aus Flüchtlings- und sozial schwachen Familien.

„Scoring Girls“ wurde von Tugba Tekkal ins Leben gerufen, die in der ersten Frauenmannschaft des Klubs spielt. Tekkal stammt aus einer Familie jesidischer Kurden und erkämpfte sich ihren Traum von der Fußball-Karriere gegen viele Widerstände.

Sport verbindet über die Kulturen hinweg

Merkels Stippvisite ist das Ergebnis eines Besuchs von 1. FC Köln-Geschäftsführer Alexander Wehrle in Berlin. Dort hatte vor einem halben Jahr auf Einladung des Bundeskanzleramts ein Treffen der Integrationsinitiative stattgefunden, der auch zahlreiche große Konzerne wie Bayer und Lanxess, Deutsche Post und Deutsche Bahn oder der Tüv Rheinland angehören.

„Wir sind der Auffassung, dass der FC als großer Verein eine gesellschaftliche Aufgabe und eine Vorbildfunktion hat. Wir wollen Integration fördern und helfen, Berührungsängste abzubauen“, hatte Wehrle nach dem Treffen in Berlin im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ gesagt. „Sport verbindet über die Kulturen hinweg.“...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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