Kanzlerkandidat Laschet warnt vor Rot-Rot-Grün

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Laschet will auf jedem Fall Bundeskanzler werden: Beim Landesparteitag der Brandenburger CDU in Potsdam räumt er zwar Fehler im Wahlkampf ein, gibt sich aber weiterhin kampfeslustig.

Armin Laschet winkt während des 36. Landesparteitages der CDU Brandenburg in der MBS-Arena nach seiner Rede.
Armin Laschet winkt während des 36. Landesparteitages der CDU Brandenburg in der MBS-Arena nach seiner Rede.

Potsdam (dpa) - Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hofft trotz schlechter Umfragewerte auf einen Aufbruch für seine Partei für die Bundestagswahl und setzt auf die Warnung vor einem Linksbündnis mit SPD, Grünen und Linken.

«Wir werden es mit denen nicht schaffen, es braucht die Union in dieser besonderen Krisensituation - und deshalb lohnt es, dass wir alle nochmal kämpfen», sagte der CDU-Chef am Samstag beim Landesparteitag der Brandenburger CDU in Potsdam. Mit Rot-Grün oder mit Rot-Rot-Grün könne der Wohlstand nicht erhalten werden, sagte Laschet.

Der CDU-Chef attackierte die Linke

«Manche sagen ja: Jetzt wird die Rote-Socken-Kampagne wieder belebt», sagte er. Darum gehe es aber nicht. Wenn sich die Linke im Bundestag nicht zur Unterstützung eines humanitären Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan durchringen könne, die Nato und den Verfassungsschutz auflösen wolle, «dann sind das alles Gründe, dass diese Leute nicht in einer deutschen Regierung sitzen dürfen». Er traue Rot-Grün auch nicht zu, für mehr innere Sicherheit zu sorgen.

Der Unionskanzlerkandidat räumte Fehler im Wahlkampf ein, zeigte sich aber kampfeslustig. «Da geht es nicht darum, ob der Kanzlerkandidat mal so oder so geguckt hat oder mal einen Fehler gemacht hat», sagte Laschet. «Natürlich sind da auch Fehler passiert, aber jetzt geht es um eine Richtungsentscheidung.» Er wolle Bundeskanzler werden. «Dafür kämpfe ich, dafür gebe ich das Letzte.» Laschet hatte für Aufregung während des Besuches von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Hochwassergebiet gesorgt, als er mit Umstehenden scherzte, während Steinmeier angesichts der vielen Todesopfer sein Mitgefühl ausdrückte.

In seiner Rede griff der CDU-Chef mehrfach SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz an. So forderte er von Scholz, von Begriffen wie Versuchskaninchen Abstand zu nehmen. «Menschen sind keine Versuchskaninchen in diesem Land.» Scholz hatte für Corona-Impfungen geworben und gesagt, alle Geimpften seien die Versuchskaninchen für diejenigen gewesen, die bisher abgewartet hätten. Er traue SPD und Grünen auch keine Kompetenz für den Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu. Laschet sagte, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz wisse, was Wirtschaftspolitik bedeute und wie er es mit Klimapolitik verbinde. Merz gehört zu Laschets Wahlkampfteam.

VIDEO: Laschet präsentiert "Zukunftsteam"

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