Kardinal Marx verteidigt Beschlüsse der Familiensynode

Kardinal Marx

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Münchner Kardinal Reinhard Marx hat die Ergebnisse der am Wochenende im Vatikan beendeten Familiensynode gegen Kritik verteidigt. "Das mag alles nicht viel sein für manche, aber es ist sehr, sehr viel für den gemeinsamen Weg in der Kirche", sagte Marx in München vor Journalisten. Für ihn bedeuteten die Ergebnisse für die Kirche ein Weitergehen auf ihrem Weg. "Ich bin zufrieden."

Nach dreiwöchigen Beratungen in ihrer Synode verabschiedeten die Bischöfe am Samstag ein Kompromisspapier, das etwa Festlegungen in besonders heiklen Fragen wie dem Umgang mit Homosexuellen oder Wiederverheirateten weitgehend vermied.

Marx sagte, um zu solch einem Dokument zu kommen, seien "mühsame Absprachen" nötig gewesen. Das der Text auch nicht etwa den Schwung einer Predigt von Papst Franziskus habe, liege an der literarischen Gattung eines solchen Synoden-Dokumentes. Außerdem sei es kein Rechtstext, sondern ein Impulstext als Hilfe für den Papst.

Marx kündigte an, die deutsche Bischofskonferenz werde sich zwar bald mit den Ergebnissen der Synode befassen. Bevor die Bischöfe aber ein eigenes Hirtenwort dazu veröffentlichen, wolle er zunächst hören, wann Papst Franziskus sein Schreiben zu der Synode veröffentliche.

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