Kardinal Woelki über Flüchtlings-Einreise: „Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer“

In diesem Jahr sind bereits mehr Menschen auf der Flucht ertrunken als im Letzten.

Der Kölner Kardinal Rainer Woelki hat legale Einreisemöglichkeiten für Flüchtlinge gefordert. In diesem Jahr seien bereits mehr Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken als im vergangenen Jahr, nämlich 3800, sagte Woelki in einem Beitrag für das Kölner Domradio.

„3800 Menschen - eine ganze Kleinstadt voller Menschen. Auf ihrer Flucht qualvoll ertrunken. In dem Meer, wo viele von uns gerade ihren Urlaub verbracht haben. Sollen wir das Mittelmeer nicht konsequenterweise zukünftig „Totes Meer“ nennen?“

„Warum nicht legale Einreisemöglichkeiten?“

Viele könnten solche Mahnungen inzwischen nicht mehr hören. „Aber ich gehöre zu den Menschen, die diese schreckliche Wahrheit niemals verschweigen oder einfach weggucken werden“, stellte der Erzbischof klar. „Es wird dunkel in unserem christlichen Abendland, wenn wir all den Ertrunkenen nur noch hilflos die Augen zudrücken.“

Eine gesamteuropäische Lösung stelle er sich anders vor, als die Kriegsflüchtlinge, Schutz- und Asylsuchenden Tag für Tag weiter ertrinken zu lassen. „Warum gelingt es uns nicht, endlich sichere Fluchtwege einzurichten, warum nicht legale Einreisemöglichkeiten.“ (dpa)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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