Kardinal Woelki stellt weitere Konsequenzen aus Missbrauchsgutachten vor

·Lesedauer: 1 Min.
Kardinal Rainer Woelki 2017 bei einer Predigt in Israel

Fünf Tage nach der Vorstellung eines Gutachtens zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Köln will Kardinal Rainer Maria Woelki am Dienstag (10.00 Uhr) weitere Konsequenzen aus der Untersuchung vorstellen. Ob dazu auch weitere personelle Schritte zählen, ist nicht absehbar. Bereits unmittelbar nach der Präsentation des Gutachtens verloren fünf führende Geistliche ihre Ämter - darunter drei Bischöfe.

So boten der in dem Gutachten stark belastete Hamburger Erzbischof Stefan Heße und der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp Papst Franziskus den Rücktritt an. Der Kölner Weihbischof Ansgar Puff wurde vorläufig freigestellt, Kirchenrichter Günter Assenmacher entbunden, der frühere Kölner Generalvikar Norbert Feldhoff zog sich aus dem Kölner Priesterrat zurück. Der trotz einer Entlastung durch das Gutachten weiter mit Rücktrittsforderungen konfrontierte Woelki kündigte zuletzt an, die Aufarbeitung weiter zu betreiben.

ran/cfm