Karliczek weist Nahles' Vorwurf der Untätigkeit zurück

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat Vorwürfe von SPD-Chefin Andrea Nahles zurückgewiesen, sie komme in ihrem Arbeitsfeld nicht voran. "Es ist das Wesen von Bildung und Forschung, dass wir Dinge machen, die einen langen Vorlauf brauchen, aber dann eine nachhaltige Wirkung entfalten", sagte Karliczek den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Donnerstag. "Das erkläre ich Frau Nahles aber gern."

Nahles hatte zuvor kritisiert, beim Thema Digitalisierung hinke Deutschland hinterher. Die Lehrer wüssten nicht, wie sie an die vorhandenen Mittel kommen sollten. Dabei sei genügend Geld da, "um jedes Klassenzimmer in Deutschland zu digitalisieren".

Karliczek verwies auf die im Mai vom Kabinett beschlossene Änderung des Grundgesetzes. "Das ist der zentrale Aufschlag für den Digitalpakt, mit dem wir die Schulen in ganz Deutschland auf ein besseres Niveau bringen wollen." Zudem wolle sie mit einem neuen Programm noch mehr junge Menschen für naturwissenschaftliche Berufe begeistern und so gegen den Fachkräftemangel vorgehen. "Zugleich geben wir der künstlichen Intelligenz mit einer neuen Strategie mehr Schwung, um Arbeitsplätze in Deutschland zu halten", erläuterte die Bildungsministerin ihre Pläne.