Karma SC2 Concept: Spektakulärer Elektrosportwagen mit rund 1.100 PS

feedback@motor1.com (Stefan Leichsenring)
Karma SC2 Concept

Zu den Besonderheiten gehört eine interessante Aufzeichnungstechnik

Karma, der kalifornische Elektroauto-Hersteller, der nach der Übernahme der Reste von Fisker Automotive durch die chinesische Wangxiang-Gruppe entstand, zeigt auf der Los Angeles Auto Show den SC2 Concept. Der Elektro-Sportwagen bietet rund 1.100 PS und soll in unter zwei Sekunden auf Tempo 100 sprinten.

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Der Karma SC2 Concept besitzt jeweils zwei Elektromotoren pro Achse. Zusammen liefern sie 800 kW, was knapp 1.100 PS entspricht. Der 120-kWh-Akku im Mitteltunnel ermöglicht 350 Meilen (rund 560 Kilometer) mit einer Ladung. Carbon-Keramik-Bremsen, ein Rennsportfahrwerk und spektakuläre Scherentüren kommen hinzu.

Besonders stolz ist Karma jedoch auf die so genannte "Drive and Play"-Technologie. Damit können die Insassen ihre Fahrt nach dem Abstellen des SC2 noch einmal erleben – als Simulation. Eine hochauflösende Kamera unter der Windschutzscheibe und Lidar-Sensoren machen dazu 360-Grad-Aufnahmen vom fahrenden Auto und der Umgebung. Auch die Daten zu Quer- und Längsbeschleunigung, zu Bremsvorgängen, Geräuschen, Außentemperatur und sogar die gehörte Musik werden gespeichert. Parkt man den SC2 schließlich, so gibt ein Laserprojektor im Auto die Fahrt wieder. Die aufgenommenen Fahrten kann der Fahrer mit anderen teilen. Auch lassen sich berühmte Straßen und Rennstrecken aus aller Welt ins Auto übertragen und dann dort nacherleben.

Radarsensoren, Kameras und Lidar-Technik machen den SC2 bereit für das autonome Fahren. Der Zugang zum Fahrzeug erfolgt, nachdem man sich per Fingerabdruck und Gesichtserkennung legitimiert hat. Im Cockpit gibt es eine Audioanlage, die individuelle Klangbereiche für Fahrer und Beifahrer schafft. Durch elektrochromatisches Glas lässt sich die Durchsichtigkeit der Scheiben variieren.

Der SC2 soll auch eine Vorschau auf die künftige Designsprache von Karma sein, sagt Karma-Chef Lance Zhou. Der Wagen dient auch als Testumgebung für neue Technologien, so Zhou weiter. Karma hat zuletzt ein Facelift des 2016 gestarteten Revero GT eingeführt. 2021 soll eine neue globale Plattform folgen; außerdem soll das Händlernetz ausgebaut werden.