Kartell in Kolumbien übt Vergeltung für Auslieferung von Drogenboss an die USA

Ausgebrannter Lkw im Departement Antioquia (AFP/JOAQUIN SARMIENTO) (JOAQUIN SARMIENTO)

Ein kolumbianisches Drogenkartell hat als Vergeltung für die Auslieferung seines Anführers an die USA Dutzende Fahrzeuge in Brand gesetzt. In den vergangenen zwei Tagen wurden "mehr als hundert Fahrzeuge getroffen", sagte Kolumbiens Innenminister Daniel Palacios am Freitag. Nach Angaben der Behörden starteten Mitglieder des Golf-Clans am Donnerstag einen "bewaffneten Angriff" und lösten Unruhen in ihren Einflussgebieten aus, darunter die Departements Antioquia, Córdoba, Sucre und Bolívar.

Die Behörden setzten eine Belohnung von 7300 Dollar für Informationen über die Drahtzieher aus.

Kolumbiens berüchtigster Drogenboss Dairo Antonio Úsuga alias Otoniel war am Mittwoch an die USA ausgeliefert worden. Vor einem Gericht in New York plädierte er am Donnerstag auf nicht schuldig.

Die US-Justiz wirft Otoniel und seinem Golf-Clan vor, zwischen 2003 und 2012 mindestens 73 Tonnen Kokain illegal ins Land gebracht zu haben. Bis zu seiner Festnahme im Oktober war er Kolumbiens meistgesuchter Mann. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft.

ck/cp

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