Pfiffe und Buhrufe! Katar-Antrag bei Bayern abgelehnt

·Lesedauer: 3 Min.
Pfiffe und Buhrufe! Katar-Antrag bei Bayern abgelehnt
Pfiffe und Buhrufe! Katar-Antrag bei Bayern abgelehnt

Niederlage für die Katar-Gegner beim FC Bayern!

Das umstrittene Sponsoring durch Qatar Airways ist bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend nicht zur Abstimmung gekommen. (BERICHT: Brisanter Katar-Antrag abgewiesen)

Nachdem am Vormittag bereits die 13. Zivilkammer des Landgerichts München I „die sofortige Beschwerde gegen die Entscheidung des Amtsgerichts München“ für „eine Ergänzung der Tagesordnung hinsichtlich des ponsorings durch Qatar Airways“ zurückgewiesen hatte, scheiterte Initiator Michael Ott bei der Versammlung auch mit einem Spontanantrag. Der Verein lehnte dies aus Satzungsgründen ab.

Rechtsreferendar Ott wollte den Punkt auf die Tagesordnung schreiben lassen, um über den kontroversen Sponsoring-Vertrag abstimmen zu lassen.

Showdown im Streit um Katar

Auf der Jahreshauptversammlung kam es dann zum vorläufigen Showdown in der Katar-Frage.

Bayern-Präsident Herbert Hainer sprach das Thema bereits in seiner Antrittsrede bei der JHV an - und kassierte für seine Ausführungen Pfiffe und Buhrufe. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Zum Thema Katar werden wir noch ausgiebig sprechen. Wir stellen uns jedem Diskurs“, erklärte der 67-Jährige: „Es darf Kritik geben, diese muss aber immer sachlich und auf nüchterner Basis sein. Eine Wortwahl wie ‚niederträchtig‘ oder ‚feige‘ passt überhaupt nicht zum Ton beim FC Bayern.“

Bayern-Präsident Hainer kassiert Pfiffe im Katar-Streit

Hainer sagte weiterhin, man halte „diesen Diskurs im Verein sicher aus“ - und wurde vor allem an dieser Stelle durch laute Proteste und Rufe unterbrochen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

„Der Diskurs darf nicht von Polemik bestimmt sein“, betonte der Präsident anschließend: „Fakten und Argumente müssen Basis jeder Diskussion sein.“

Initiator Ott hatte dem Verein vorgeworfen, seinen Antrag bewusst zu ignorieren und im SPORT1-Interview erklärt: „Wenn man die Mitglieder oder die Fans ernst nimmt, dann darf man nicht vor einer Debatte mit ihnen wegrennen. Eigentlich sollte sich der Verein freuen, wenn Mitglieder engagiert sind anstatt deren Engagement mit allen Mitteln verhindern zu wollen. Man versucht die Fans mit Hinhalte-Parolen einzulullen.“

Wortgefecht auf der Jahreshauptversammlung

Unter dem Tagesordnungspunkt 9 „Anträge“ ging es dann auch zur Sache.

Zunächst lieferte sich schon Mitglied Robin Feinauer ein kleineres Wortgefecht mit dem 1. Vizepräsidenten Dieter Mayer, der die Antragsteller zunächst darauf hingewiesen hatte, sich auf ihr Anliegen zu beschränken - Feinauer sprach allerdings direkt Katar an.

Auch als Ott als zweiter Antragsteller an der Reihe war, kam es zu mehrfachen Unterbrechungen durch Mayer, als das Bayern-Mitglied wie angekündigt erklärte, einen Spontanantrag zu Katar einreichen zu wollen.

Mayer betonte dabei auf Nachfrage, er werde sich erst in seiner Antwort zum Katar-Antrag äußern wolle.

In seiner Reaktion erklärte Bayerns Vizepräsident dann, dass man den Spontanantrag nicht zulassen könne, weil dies laut der Satzung sogar rechtswidrig sei.

Außerdem führte er zur Verdeutlichung seines Standpunkts aus, wenn man derlei Anträge zulasse, könne das am Ende auch dazu führen, dass Anträge gegen ein Sponsoring von Audi oder der Telekom eingereicht würden.

Fans gegen Kooperation mit Katar

Ott und seine Fürsprecher positionieren sich klar gegen eine Verlängerung der Zusammenarbeit zwischen dem FCB und Qatar Airways. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Grund sind die zahlreichen Menschrechtsverletzungen, die Katar seit Jahren vorgeworfen werden.

Zuletzt hatten sich auch Fans mit einem Protestbanner im Stadion gegen den Deal ausgesprochen.

Alles zur Bundesliga bei SPORT1:


Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.