Katrin Müller-Hohenstein über die Katar-WM: "Für die Spieler tut es mir irre leid"

Katrin Müller-Hohenstein wird für das ZDF von der Fußballweltmeisterschaft in Katar berichten. Für sie steht bei dieser WM nicht nur das Sportliche im Fokus der Berichterstattung.  (Bild: 2022 Getty Images/Sebastian Widmann)
Katrin Müller-Hohenstein wird für das ZDF von der Fußballweltmeisterschaft in Katar berichten. Für sie steht bei dieser WM nicht nur das Sportliche im Fokus der Berichterstattung. (Bild: 2022 Getty Images/Sebastian Widmann)

Auch für Katrin Müller-Hohenstein geht es bei der WM in Katar um mehr als nur um Fußball. Mitleid hat die ZDF-Sportmoderatorin vor allem mit den Nationalspielern, die sie um einen ungetrübten Karrierehöhepunkt betrogen sieht. Auf die Einschaltquoten ist "KMH" sehr gespannt.

Für die berichterstattenden Sender gleicht die Aufgabe bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar einem Spagat. Wenige Tage vor dem Eröffnungsspiel im Wüsten-Emirat hat eine der erfahrensten ZDF-Moderatorinnen ihre Gedanken zum umstrittenen Großereignis geteilt. In der Hörfunksendung "Guten Morgen Bayern" auf ANTENNE BAYERN erläuterte Katrin Müller-Hohenstein, wie sie mit der Kritik am Ausrichterland in ihrer Berichterstattung umgehen werde.

Sie selbst wird für das ZDF vor der Kamera stehen und vor Ort berichten. Für die Moderatorin gehört bei dieser WM mehr dazu, als nur die sportliche Berichterstattung. "Aber es ist auch mein Job am Ende. Das mache ich und ich mache nicht nur Fußball, sondern ich mache all das, was uns momentan darüber hinaus umtreibt, was uns interessiert. Wir werden da eine sehr ausführliche Berichterstattung haben."

Für Spieler wie Joshua Kimmich (Bild) sei die Katar-WM vielleicht die einzige Chance, Weltmeister zu werden, meint Katrin Müller Hohenstein - "und dann wird diese WM so über die Bühne gehen". (Bild: 2022 Getty Images/Alexander Hassenstein)
Für Spieler wie Joshua Kimmich (Bild) sei die Katar-WM vielleicht die einzige Chance, Weltmeister zu werden, meint Katrin Müller Hohenstein - "und dann wird diese WM so über die Bühne gehen". (Bild: 2022 Getty Images/Alexander Hassenstein)

Katrin Müller-Hohenstein ist gespannt auf die Einschaltquoten

Die 57-Jährige hält es für ungerecht, dass es jetzt an den Spielern sein soll, die WM zu retten. "Also für die Spieler tut es mir einfach irre leid", sagte "KMH". "Die haben sich diesen Ort nicht ausgesucht, und irgendwie habe ich das Gefühl, es wird jetzt von ihnen erwartet, die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Und das ist nicht ihre Aufgabe." Die ZDF-Journalistin weiter: "Ein Joshua Kimmich hat vielleicht einmal in seinem Leben die Chance, einen WM-Titel zu gewinnen, und dann wird diese WM so über die Bühne gehen."

Ob sich durch die anhaltende Kritik am WM-Ausrichter in Zukunft etwas verändern wird, vermag die Moderatorin nicht abzuschätzen. "Klar, die Währung für den Fußball ist der Fan. Wenn keiner mehr schaut, ist der Fußball tot." In diesem Sinne sei sie "in der Tat sehr, sehr gespannt, was wir an den Quoten dieser Fußball-WM ablesen können"