Keimschleuder Sporttasche: So haltet ihr sie sauber

Jennifer Caprarella
Freie Autorin

Die wenigsten machen sich Gedanken darüber, welche Menge an Keimen sich in ihren Sporttaschen tummeln. Dabei sind gerade die Taschen, die uns zu Fitnessstudio oder Sportclub begleiten, ein perfekter Nährboden für Bakterien und Pilze. Wie ihr das vermeiden könnt, verraten wir euch hier.

Unsere Sporttasche wird regelmäßig mit feuchten, nicht ganz sauberen Dingen befüllt (Bild: Getty Images)

Alle Taschen und Rucksäcke, in denen wir häufig genutzte Alltagsgegenstände aufbewahren, sammeln im Lauf der Zeit Keime an (wann habt ihr zuletzt eure Handtasche gründlich gereinigt?) doch das gilt im Besonderen für Sporttaschen und Turnbeutel, in denen wir nicht selten noch feuchte Kleidung oder auch Schuhe aufbewahren. Abgesehen davon, dass wir die Taschen selbst regelmäßig einer Wäsche unterziehen und nie feuchte Kleidung allzu lange darin gären lassen sollten, gibt es weitere Dinge, die es zu beachten gilt.

Sportschuhe sauber halten

Wie Hygiene-Expertin Dr. Lisa Ackerley dem Webportal “Netdoktor” sagt, gehören Turnschuhe zu den Pilzschleudern Nummer eins in unserer Sportgarderobe. Sie empfiehlt, sie nach jedem Gebrauch auslüften und vollständig trocken werden lassen. Wer täglich trainiert, sollte ein Reservepaar parat haben, um vor dem Sport immer in trockene Schuhe schlüpfen zu können.

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Sollten die Sneakers nicht in der Maschine waschbar sein, ist ein antifungales Spray ratsam. Wer sich bereits Fuß- oder Nagelpilz zugezogen hat, sollte diesen umgehend behandeln und danach seine Sportschuhe entsorgen.

In jedem Fall gilt: Niemals ohne Socken in die Schuhe schlüpfen, und die Sneakers immer in eine separate Tüte packen, bevor sie in die Sporttasche wandern.

Sportklamotten: Das Material ist entscheidend

Natürlich wandern Sportsachen und -Handtücher regelmäßig in die Waschmaschine. Damit sich keine Gerüche - ausgelöst von Bakterien - dauerhaft in der Kleidung einnisten kann, empfiehlt Dr. Ackerley eine Wäsche mit 60 Grad nach jedem Gebrauch - bei Bedarf mit einem antibakteriellen Waschmittelzusatz.

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Entscheidend ist außerdem das Material: Synthetische Stoffe wie Polyester bieten Bakterien einen weitaus beliebteren Nährboden als Baumwolle.

Und auch hier gilt: Die Sportkleidung nach dem Benutzen lieber in einer separaten Tüte in die Sporttasche packen, denn sie trägt nicht nur unseren Schweiß an sich, sondern auch Schmutz vom Sportplatz oder die Bakterien, die sich auf Fitnessgeräten tummeln.

Wiederverwendbare Wasserflaschen bieten weniger Nährboden für Keime als Einwegflaschen - und sollten dennoch regelmäßig gereinigt werden (Bild: Getty Images)

Wasserflasche regelmäßig austauschen

Umweltbewusste Fitness-Fans benutzen mit Vorliebe eine wiederverwendbare Trinkflasche - doch auch, wenn darin nur Wasser aufbewahrt wird, sammeln sich vor allem unter der Kappe und auf dem Boden der Flasche rasant Bakterien, weshalb die Flasche nach jedem Gebrauch heiß ausgewaschen werden sollte.

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Wer eine PET dauerhaft zur Sport-Trinkflasche umfunktionieren möchte, sollte dies lieber unterlassen. In dem dünnen, minderwertigen Plastik befinden sich winzige Risse, in denen sich schneller Keime ansammeln als in wiederverwendbaren Plastikflaschen - die indes auch entsorgt werden sollten, falls sich zu viele Kratzer oder Abnutzungen gebildet haben.

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