"Keine Lust, zu meiner eigenen Karikatur zu verkommen": Monika Gruber erklärt Gründe für geplanten Abschied

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Monika Gruber erklärte bei "Talk im Hangar-7", wie sie zu der 2-G-Regel steht. (Bild: ServusTV / Manuel Seeger)
Monika Gruber erklärte bei "Talk im Hangar-7", wie sie zu der 2-G-Regel steht. (Bild: ServusTV / Manuel Seeger)

Bereits Ende Oktober kündigte Monika Gruber das bevorstehende Ende ihrer Bühnenkarriere an. Im Rahmen der ServusTV-Sendung "Talk im Hangar-7" erklärte sie nun ihre Beweggründe. Auch die derzeit geltenden Corona-Regeln tragen ihren Teil dazu bei.

Es war ein großer Schock für die Fans von Monika Gruber: Bereits Ende Oktober kündigte die 50-jährige Kabarettistin das Ende ihrer Bühnenkarriere an. Ihr aktuelles Bühnenprogramm "Ohne Worte", sagte sie gegenüber der "Bild", sei ihr letztes. Die genauen Hintergründe, die sie zu ihrer Entscheidung bewegten, legte Gruber nun in der jüngsten Ausgabe der Talkshow "Talk im Hangar-7" auf ServusTV dar.

"Ich habe beschlossen, dass ich den Zeitpunkt nicht verpassen werde, wo es richtig für mich ist, abzutreten", erklärte die Bayerin. "Ich habe keine Lust, zu meiner eigenen Karikatur zu verkommen. Diese ganzen Maßnahmen haben es mir noch leichter gemacht." Seit einigen Tagen gilt auf kulturellen Veranstaltungen die 2-G-Regel, wonach ausschließlich geimpfte und getestete Zuschauerinnen und Zuschauer Zutritt erhalten: "Das heißt, ich muss einen Teil des Publikums ausschließen. Das möchte ich nicht", sagte Gruber.

"Man muss weggehen von dieser verbalen Aufrüstung"

"Die Aufgabe von Kultur und von Kulturschaffenden ist es nicht, die Spaltung der Gesellschaft zu unterstützen", fuhr Gruber fort. "Dass es die Politik macht, ist schlimm. Wir können das doch nicht unterstützen! Wir sollen doch die Leute vom Alltag ablenken und unterhalten, und nicht sagen: Du darfst rein, und du nicht." Sie forderte: "Man muss weggehen von dieser verbalen Aufrüstung. Das ist eine Situation, von der wir alle betroffen sind. Wir sollten doch zusammen helfen und nicht nur aufeinander eindreschen und sagen, du bist ein Depp, weil du das nicht glaubst."

Für kulturelle Veranstaltungen wünscht sich Gruber statt einer 2-G-Regel, dass alle, egal ob geimpft, genesen oder ungeimpft, getestet würden: "Wieso sollte ein gesunder, symptomloser Mensch, der negativ getestet ist, mehr Gefahr für die Gesellschaft darstellen als jemand, der zwar geimpft ist, aber sich nie wieder testen lässt und auch ansteckend sein kann?" Sie selbst habe sich für eine Impfung entschieden, wenn auch aus ungewöhnlichen Gründen: "Es war die Voraussetzung, meinen Beruf ausüben zu können. Ich hatte überhaupt keine Angst vor Corona, zu keinem Zeitpunkt."

"Ich lass mich dreimal die Woche testen"

Kurz nach der Einführung der 2-G-Regelung hatte Gruber auch in einem Facebook-Video Stellung bezogen: "Wir wissen alle mittlerweile, dass die Geimpften, da gehöre ich auch dazu, weiterhin ansteckend sein können und es weitergeben können. Und die laufen jetzt völlig ungetestet in der Gegend umanand. Ich lass mich dreimal die Woche testen, weil ich einfach sicher sein will, dass ich beim Autogrammschreiben oder wenn ich jemanden in den Arm nehme, niemanden anstecken kann."

Inzwischen sah sich die Kabarettistin zu einem weiteren Post gezwungen: Sie müsse etwas klarstellen, weil sie glaube, sie habe sich missverständlich ausgedrückt: "Erstens: Ich höre nicht auf zu spielen, denn ich habe ja gerade erst angefangen zu spielen. Das Programm geht bestimmt noch bis 2023 weiter. Zweitens: Ja, ich bin gegen die 2-G-Regelung, weil ich finde, dass das die Gesellschaft unglaublich spaltet und weil ich nicht einsehe, warum ein gesunder, symptomloser Mensch mit einem negativen PCR-Test nicht dran teilnehmen kann. Drittens: Spiele ich natürlich nächstes Jahr weiter, weil ich hoffe, dass es wieder zurückgeht auf 3G oder 3G-Plus oder Doppel-D oder ich weiß es nicht und auch die Ungeimpften wieder teilnehmen können."

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