Keine Rückkehr: ZDF und Reinhard Grindel einigen sich außergerichtlich

teleschau
Der zurückgetretene DFB-Präsident Reinahrd Grindel wird nicht zum ZDF zurückkehren. Die Sendeanstalt und der 57-Jährige einigten sich außergerichtlich.

Der zurückgetretene DFB-Präsident Reinahrd Grindel wird nicht zum ZDF zurückkehren. Die Sendeanstalt und der 57-Jährige einigten sich außergerichtlich.

Reinhard Grindel wird nicht zu seiner alten Wirkungsstätte beim ZDF zurückkehren: Laut Informationen von "Der Tagesspiegel" hat sich der ehemalige DFB-Präsident mit seinem einstigen Arbeitgeber außergerichtlich geeinigt - auch von Seiten des ZDF wurde dies offiziell bestätigt. Zuvor hatte die Frage im Raum gestanden, ob Grindel von seinem Rückkehrrecht Gebrauch machen kann.

Von 1992 bis Anfang 2003 arbeitete Grindel, seines Zeichens studierter Jurist und Journalist, fürs ZDF in Bonn, Berlin und Brüssel. Anschließend machte er für die CDU Karriere in der Politik als Mitglied des Deutschen Bundestags. 2016 übernahm er dann die Führund des Deutschen Fußball-Bundes. Nach einer Verkettung von Skandalen, zuletzt ging es um die Entgegennahme einer Luxusuhr als Geschenk eines ukrainischen Oligarchen, und zunehmender Kritik gegen seine Person trat Grindel am 2. April von seinem Amt als DFB-Präsident zurück und kurz später auch von seinen internationalen Ämtern bei FIFA und UEFA.

Beim ZDF ging man davon aus, dass der 57-Jährige ein im Abgeordnetengesetz geregeltes gesetzliches Rückkehrrecht geltend machen und demnach seine einstige Arbeit beim Fernsehsender wiederaufnehmen könnte. In einer vom ZDF angeordneten Prüfung des Rechtsanspruchs kamen die beauftragten Juristen jedoch zu dem Schluss, dass in Grindels Fall das Rückkehrrecht voraussichtlich doch nicht greifen würde. Ein potenzieller Rechtsstreit konnte nun bereits im Vorfeld beigelegt werden, nachdem Grindel und das ZDF offenbar eine außergerichtliche Einigung erzielt hatten.