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Keine Russen bei der Schwimm-WM, Olympia-Quali aber möglich

Iwan Girjow (li.) verzichtet auf den WM-Start (ATTILA KISBENEDEK)
Iwan Girjow (li.) verzichtet auf den WM-Start (ATTILA KISBENEDEK)

Bei der Schwimm-WM in Katar nehmen zwar keine russischen Athleten teil, eine Chance auf Olympia haben sie dennoch. Iwan Girjow, Silbermedaillengewinner in Tokio mit der 4x200-m-Freistilstaffel, hatte als einziger Russe den Status als neutraler Athlet bekommen, verzichtete aber auf den Start in Doha.

Für die Sommerspiele in Paris könnte sich Girjow aber noch qualifizieren - dafür müsste er bis 23. Juni die Olympia-Norm knacken. Auch wenn keine weiteren russischen Schwimmer für die am Freitag beginnende WM in Doha zugelassen wurden, könnten auch andere an Olympia teilnehmen. Der Zeitraum für die Zulassung der "neutralen unabhängigen Athleten" durch die sogenannte "Integrity Unit" sei "weiter offen", teilte der Weltverband World Aquatics auf SID-Anfrage mit.

Im Freiwasserschwimmen und Wasserspringen könnten sich keine russischen Sportler mehr für Paris qualifizieren, weil die letzten Plätze in Katar vergeben werden. Im Wasserball sind sie weiterhin gesperrt, ebenso im olympischen Synchronschwimmen, da kein Einzelwettkampf ausgetragen wird.

In Doha an den Start gehen dagegen fünf Athletinnen und Athleten aus Belarus: der ehemalige Kurzbahn-Weltmeister Ilja Schymanowitsch, die Schwimmerinnen Anastassija Kuliaschowa, Anastassija Schkurdai und Alina Smuschka sowie die Synchronschwimmerin Wassilina Chandoschka.

Im vergangenen September hatte der Weltverband entschieden, die zuvor wegen des Angriffskrieges gegen die Ukraine gesperrten Russen und Belarussen unter strengen Auflagen als neutrale Athleten wieder zuzulassen. Unter anderem dürfen sie den Krieg nicht aktiv unterstützen und müssen unter neutraler Flagge in neutraler Kleidung antreten.

Pro Wettbewerb darf maximal nur eine Athletin oder ein Athlet aus Russland und Belarus starten, von Teamwettbewerben bleiben sie ausgeschlossen.