Kenneth Branagh ermittelt wieder: Das sind die Heimkino-Highlights der Woche

·Lesedauer: 3 Min.
Nach "Mord im Orient Express" (2017) schlüpft Kenneth Branagh in "Tod auf dem Nil" erneut in die Rolle des belgischen Ermittlers Hercule Poirot. (Bild: Disney / 2020 Twentieth Century Fox Film Corporation / Rob Youngson)
Nach "Mord im Orient Express" (2017) schlüpft Kenneth Branagh in "Tod auf dem Nil" erneut in die Rolle des belgischen Ermittlers Hercule Poirot. (Bild: Disney / 2020 Twentieth Century Fox Film Corporation / Rob Youngson)

"Tod auf dem Nil", "Annette" und "Lamb": Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.

Schon 2017 ermittelte Kenneth Branagh als Hercule Poirot in der Agatha-Christie-Verfilmung "Mord im Orient Express". Die Kritiken zu dem Ensemble-Film mit Stars wie Johnny Depp, Daisy Ridley und Michelle Pfeiffer fielen seinerzeit gemischt aus, aus kommerzieller Sicht aber war der Film ein voller Erfolg. 55 Millionen Dollar Produktionskosten, ein Einspielergebnis von 350 Millionen Dollar an den Kinokassen - Grund genug, einen weiteren Film zu drehen: "Tod auf dem Nil" spielte seit seiner Kino-Premiere am 10. Februar 2022 weltweit rund 136 Millionen US-Dollar ein. In den USA landete der Film am Startwochenende sogar auf Platz eins der Kinocharts. In Deutschland belegt der Kriminalfilm immerhin Platz fünf der erfolgreichsten Filme des Kinojahres. Nun erscheint "Tod auf dem Nil" ebenso wie der Musicalfilm "Annette" und das Horro-Mystery-Drama "Lamb" auf DVD und Blu-ray.

Sex, Gier, Lügen, schließlich ein Mord. Und mittendrin: Linnet Ridgeway Doyle, gespielt von Gal Gadot ("Wonder Woman"). (Bild: Disney)
Sex, Gier, Lügen, schließlich ein Mord. Und mittendrin: Linnet Ridgeway Doyle, gespielt von Gal Gadot ("Wonder Woman"). (Bild: Disney)

"Tod auf dem Nil" (VÖ: 14. April)

Wer den Agatha-Christie-Klassiker "Tod auf dem Nil" nicht gelesen hat und die berühmte 1978er-Verfilmung mit Peter Ustinov nicht kennt: Die Geschichte spielt sich zu großen Teilen auf einem Dampfer ab, wo viele feine Menschen (unter anderem verkörpert von Gal Gadot und Armie Hammer) zusammenkommen und wenig feine Dinge tun. Sex, Gier, Lügen, schließlich ein Mord. Der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot (Kenneth Branagh) macht es sich zur Aufgabe, den Schuldigen zu finden. Branagh, der auch Regie führte, bezeichnete den Film im Vorfeld als "sehr düster, sehr sexy", und in jedem Fall ist er auch sehr aufwendig produziert. Für die Dreharbeiten wurde unter anderem ein riesiger Wassertank für einen 240 Tonnen schweren Nil-Dampfer gebaut; Teile der Geschichte spielen sich im Tempel von Abu Simbel ab, dessen Nachbau aus Gips und Kunststoff alleine schon 16 Wochen Arbeit in Anspruch nahm. Dem Vernehmen nach ist bereits ein weiterer Film in Planung.

Preis DVD: circa 15 Euro

US, 2022, Regie: Kenneth Branagh, Laufzeit: 122 Minuten

Die Opernsängerin Ann (Marion Cotillard) wird Mutter einer Tochter, die ihr Leben aus der Bahn wirft. (Bild: Alamode Film)
Die Opernsängerin Ann (Marion Cotillard) wird Mutter einer Tochter, die ihr Leben aus der Bahn wirft. (Bild: Alamode Film)

"Annette" (VÖ: 22. April)

"Annette" sollte zunächst nur ein neues Sparks-Album werden. Als schon alles fertig war, trafen die Brüder Ron und Russell Mael 2013 in Cannes aber auf Regisseur Leos Carax ("Die Liebenden von Pont-Neuf"), und aus dem Album wurde ein Film. Marion Cotillard spielt die berühmte Opernsängerin Ann, die jeden Abend den theatralischen Bühnentod stirbt, Adam Driver verkörpert ihren Mann Henry McHenry, einen seltsam unlustigen Comedy-Star, der allabendlich sein Publikum beleidigt. Dann wird Ann schwanger. Die neugeborene Tochter Annette - gespielt von einer Holzpuppe - wirft das Leben der beiden Eltern auf brutale Art und Weise aus der Bahn. Annette besitzt aber auch ein geradezu magisches Talent: Schon als Kleinkind kann sie singen und wird von Vater Henry zum globalen Superstar gemacht ... Wer einen klassischen Musical-Film wie "West Side Story" erwartet, wird von "Annette" enttäuscht, rauschhafte Tanzszenen gibt es hier nicht. Der Film ist eher eine Rock-Oper, voller bizarrem Zauber.

Preis DVD: circa 15 Euro

FR, 2021, Regie: Leos Carax, Laufzeit: 135 Minuten

Wer einen klassischen Musical-Film wie "West Side Story" erwartet, wird von "Annette" enttäuscht, rauschhafte Tanzszenen gibt es hier nicht.  (Bild: Alamode Film)
Wer einen klassischen Musical-Film wie "West Side Story" erwartet, wird von "Annette" enttäuscht, rauschhafte Tanzszenen gibt es hier nicht. (Bild: Alamode Film)

"Lamb" (VÖ: 28. April)

In Cannes wurde "Lamb" 2021 mit dem Preis für Originalität ausgezeichnet. Man kann die Entscheidung der Jury nachvollziehen, erzählt der Film des Isländers Valdimar Jóhannsson doch eine wahrlich ungewöhnliche Geschichte. Im Zentrum des mysteriösen Dramas stehen Maria (Noomi Rapace) und Ingvar (Hilmir Snær Guðnason), ein kinderloses Ehepaar, das in der Abgeschiedenheit der isländischen Wildnis Schafe züchtet. Eines Tages bringt eines der Tiere einen besonderen Nachwuchs auf die Welt: ein Mischwesen mit dem Körper eines Menschen und dem Kopf eines Lamms. Überraschenderweise nehmen Maria und Ingvar das Neugeborene bei sich auf, ziehen es wie ein eigenes Kind groß und nennen es Ada. Doch das Glück der ungewöhnlichen Patchwork-Familie ist bedroht. Denn Adas tierische Mutter will ihr Kleines zurück. Vor allem aber ist da noch ein anderes Wesen, irgendwo aus den Tiefen der Natur, das das Leben von Ada und ihren Eltern in Gefahr bringt ...

Preis DVD: circa 13 Euro

IS, 2021, Regie: Valdimar Jóhannsson, Laufzeit: 102 Minuten

Maria (Noomi Rapace) tut alles, um Ada zu beschützen. (Bild: Koch Films / Lilja Jonsdottir)
Maria (Noomi Rapace) tut alles, um Ada zu beschützen. (Bild: Koch Films / Lilja Jonsdottir)
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