"Kevin"-Regisseur über Donald-Trump-Auftritt: "Er hat sich in den Film hineingezwängt"

teleschau
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In einem Interview hat der Regisseur Chris Columbus kürzlich verraten, wie es zu dem Cameo-Auftritt von Donald Trump in "Kevin - Allein in New York" kam. Demnach sei er von der Filmcrew nicht geplant gewesen.

Spätestens seit Donald Trump der Präsident der USA ist, dürfte sein Cameo-Auftritt in dem Weihnachtsfilmklassiker "Kevin - Allein in New York" (1992) wohl jeder kennen: Immer wieder wurde die Szene, in der Kevin (gespielt von Macaulay Culkin) im Plaza Hotel in New York ankommt und Inhaber Donald Trump nach dem Weg zur Lobby fragt, für so manchen Internet-Gag neu synchronisiert. Nun wurde bekannt, dass Trumps Auftritt in dem Film von den Machern gar nicht vorgesehen gewesen war.

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In einem Interview mit dem Magazin "Insider" erinnerte sich der verantwortliche Regisseur Chris Columbus kürzlich an die Dreharbeiten zurück: Die Crew habe in der Lobby des Plaza Hotels in New York drehen wollen, das Donald Trump gehörte. "Trump sagte okay", erinnerte sich Columbus. "Wir bezahlten die Gebühr, aber er sagte auch: 'Die einzige Möglichkeit, das Plaza zu nutzen, ist, wenn ich im Film mitspiele'." Der 62-Jährige fuhr fort: "Wir waren uns also einig, ihn in den Film zu bringen, und als wir ihn zum ersten Mal vorführten, passierte etwas sehr Merkwürdiges: Die Leute jubelten, als Trump auf der Leinwand auftauchte. Also sagte ich zu meinem Cutter: 'Lass ihn im Film. Es ist ein Moment für das Publikum.'" Columbus fügte hinzu: "Aber er hat sich in den Film hineingezwängt."

Dreherlaubnis gegen Gastrolle

"Kevin - Allein in New York" ist indes nicht der einzige Film, in dem Donald Trump einen Gastauftritt hatte, auch in "Die kleinen Superstrolche", "Wer ist Mr. Cutty?" (1996) und "Zoolander" (2001) ist der inzwischen 72-Jährige zu sehen. In "Der Duft einer Frau" (1992) hatte der Präsident ursprünglich ebenfalls einen Cameo-Auftritt, allerdings wurde die entsprechende Szene hinterher aus dem Film geschnitten.

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Der Schauspieler Chris O'Donnell erinnerte sich in einem Interview mit Conan O'Brien 2017 an die Dreharbeiten zu dem Film: Er und die anderen Schauspieler hätten damals Skriptseiten bekommen, die sagten, "dass wir eine Szene mit Donald Trump machen". Man habe ihnen erklärt, dass sie für die Möglichkeit, im Plaza drehen zu dürfen, kleine Statistenrollen für Trump und dessen damalige Ehefrau Marla Maples schreiben müssten. Trump habe gesagt: "Ja, sie können im Plaza drehen, wenn sie mich in dem verdammten Film mitspielen lassen."

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