KfW: Investitionsstau bei Kitas wird größer

In die Kindertagesstätten wird einer Auswertung zufolge zu wenig investiert. Der am Montag gemeldete kommunale Investitionsrückstand bei den Kitas stieg laut Forschungszentrum der staatlichen Förderbank KfW im Jahr 2021 auf zehneinhalb Milliarden Euro. Nachdem die kommunalen Investitionen in Kitas bis zum Jahr 2020 stetig zugenommen hätten, seien sie seitdem wieder rückläufig, teilte KfW Research in Frankfurt am Main mit.

Für das laufende Jahr 2022 lägen die Investitionen in Kitas bei 3,2 Milliarden Euro, das seien rund acht Prozent der Gesamtinvestitionen der Kommunen. Die geplanten Neuinvestitionen dürften laut KfW Research nicht ausreichen, um den steigenden Bedarf zu decken.

Dabei gebe es große regionale Unterschiede. So habe etwas mehr als die Hälfte der Städte, Kreise und Gemeinden keinen oder nur einen kleinen Investitionsstau bei den Kitas. Zwölf Prozent bewerteten den Rückstand dagegen als gravierend und 36 Prozent als erheblich.

Die Gründe dafür seien unter anderem die unterschiedliche finanzielle Lage der Kommunen und die unterschiedliche Nachfrage nach Kitaplätzen. Die stark gestiegenen Baupreise und Planungsunsicherheit wegen der aktuellen Krisen erschwerten den Kitaausbau, teilte KfW Research weiter mit.

smb/cfm