Kieler Woche mit Millionenpublikum

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Kieler Woche mit Millionenpublikum

Logenplätze. Foto: Carsten Rehder

Ausnahmezustand an der Förde: Mit Gästen aus aller Welt feiert Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt die Kieler Woche. Schon am ersten Wochenende genossen eine Million Menschen den Mix aus Volksfest, Segeln, Musik und internationalen Begegnungen.

Die beiden ersten Tage prägten zwei Staatsoberhäupter: Am Samstag eröffnete Bundespräsident Joachim Gauck das neuntägige Spektakel. Liberias Staatspräsidentin Ellen Johnson Sirleaf erhielt am Sonntag den Weltwirtschaftlichen Preis.

Bis zum Ende der Woche erwartet Kiel drei Millionen Besucher zum größten Sommerfest im Norden Europas. Mehr als 2000 Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Bundespräsident Gauck zog zum Start eine Verbindung zwischen Fest und Politik: «Die große Ausfahrt der Schiffe und Boote, Wind und Wellen, die bewegte See - das alles kündet von Optimismus und Aufbruch, von Weite und Freiheit», sagte er. «Die Kieler Woche leistet einen wunderbaren Beitrag zur internationalen Verständigung.»

Daran knüpfte die Verleihung der Weltwirtschaftlichen Preise an. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW), Stadt und IHK würdigen damit Politiker, Ökonomen und Unternehmer als Vordenker einer weltoffenen und marktwirtschaftlichen Gesellschaft - neben Sirleaf (75) diesmal die indische Biotechnik-Unternehmerin Kiran Mazumdar-Shaw (61) und den amerikanischen Ökonomen Richard Thaler (68).

Liberias Präsidentin habe das am Boden liegende Land in Westafrika wieder aufgerichtet, sagte IfW-Präsident Dennis Snower. Mazumdar-Shaw setze sich dafür ein, dass Schwächere Zugang zu medizinischer Versorgung, hygienischen Mindeststandards und Bildung bekommen. Thaler von der Universität Chicago wurde als «Vater der Verhaltensökonomie» gewürdigt.

Durcheinandergebracht wurde am Sonntag das Programm der Segler - von kräftigem Wind. An den Regatten der Kieler Woche nehmen 4500 Sportler aus 50 Nationen teil. Für Kinder gibt es eine große Indianerwelt, musikalisch setzte Christina Stürmer einen ersten Höhepunkt. Insgesamt gibt es 300 fast durchweg kostenlose Konzerte.

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