Kind beschädigt Gitarre, Vater verlangt von Babysitterin Schadenersatz

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 2 Min.

Die Haltung eines Vaters stößt im Internet auf ein geteiltes Echo. Weil seine kleine Tochter seine Gitarre beschädigt hat, soll die Babysitterin den Schaden wiedergutmachen.

electric guitar left smashed on stage at the end of a rock and roll performance
Symbolbild: Getty Images

Ein Kind beschädigt die Gitarre seines Vaters. Der will das nicht auf sich beruhen lassen. Was soll er tun? Die dreijährige Tochter zur Verantwortung ziehen? Geht nicht. Also klagt er die Babysitterin an. Die soll für den Schaden aufkommen.

Die 19-Jährige hatte das Ehepaar zuvor schon öfter engagiert, wie der Mann auf der Internet-Plattform reddit schreibt. Die Jugendliche kannte also die Regeln. Eine lautete: Das Kind darf sich nur in Wohn- und Spielzimmer sowie in der Küche aufhalten.

Kind auf Zerstörungstour

Trotzdem ging die Tochter in einen der verbotenen Räume. An der Wand hing die Gitarre des Vaters, die die Kleine abnahm und beschädigte. Schuld daran war, wie der Mann meint, die Babysitterin. Schließlich kam sie ihrer Verantwortung nicht nach.

Schadenersatz: So kommen Geschädigte zu ihrem Geld

"Die Babysitterin hatte wohl selbst einen Notfall und musste 20 Minuten telefonieren", schreibt er. "Aus irgendeinem Grund beschloss sie, den Anruf draußen zu führen. Ihre Begründung war, dass der Anruf privat war und sie nicht wollte, dass das Kind zuhörte."

Nun muss die junge Frau den Schaden wiedergutmachen, wie er meint. Allerdings soll sie nicht etwa die Reparaturkosten übernehmen, sondern die Rechnung für eine neue Gitarre begleichen. 2.200 US-Dollar, umgerechnet mehr als 1.800 Euro will er insgesamt haben.

Wer ist hier das "A****loch"?

Seinen Standpunkt hält der Mann offenbar selbst für nicht fest genug. In seinem reddit-Eintrag klingt Zweifel durch: Sei er das "A****loch" in dieser Geschichte, fragt er die Nutzer, oder die Babysitterin?

Die meisten sehen ihn im Unrecht. "Du bist das 'A****loch'", antwortet ein Nutzer. "Dein Kind hätte [die Gitarre] auch beschädigen können, während du zu Hause bist." Er soll sein Haus kindersicher machen oder die Risiken akzeptieren.

Mysteriös: Zeigt diese Security-Kamera ein Dino-Baby?

Ein anderer schreibt: "Dein Zeug, dein Kind, dein Problem." Und überhaupt hätte er die Gitarre versichern können, wenn sie schon so wertvoll ist. Außerdem hätte er das Instrument verwahren sollen, wo das Kind es nicht hätte erreichen können.

Es gibt aber auch Nutzer, die sich auf die Seite des Mannes schlagen. Einer stimmt dem zu, was jener in seinem Post andeutet: Die Babysitterin hätte das Kind nun mal nicht so lange unbeaufsichtigt lassen sollen.

VIDEO: Schlechte Stimmung nimmt zu: Deutsche sind unzufrieden und gereizt