Kinderrechte müssen laut Justizministerin nicht ins Grundgesetz

Passau (dapd). Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hält nichts von dem Vorschlag, Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen. "Es ist doch selbstverständlich, dass alle Kinder Träger der Grundrechte unserer Verfassung sind", sagte die FDP-Politikerin der "Passauer Neuen Presse" (Samstagausgabe).

In den Koalitionsfraktionen melden sich aber zunehmend Befürworter einer Grundgesetzänderung zu Wort. "Es ist ein Bohren von dicken Brettern. Die Forderung ist richtig", sagte Dorothee Bär (CSU), familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag. Die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz gehöre ins Wahlprogramm der Union für die Bundestagswahl und müsse dann in den Koalitionsverhandlungen durchgesetzt werden.

dapd

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