Kinderwagen-Attacke eines wütenden Nachbarn

Als Kalyn New den Kinderwagen ihres kleinen Sohnes unter der Treppe ihres Wohnhauses abstellte, kam es ihr überhaupt nicht in den Sinn, dass jemand ihn nehmen könnte.

Schließlich lebt sie mit ihrem Ehemann Travis und ihrem zehnjährigen Sohn Billy in einer sicheren Wohnanlage in Sydneys Stadtteil Coogee.

Kalyn, Billy und Travis New. Quelle: Zur Verfügung gestellt

Doch es geschah nicht nur, dass jemand den über 600 Euro teuren Kinderwagen wegnahm, derjenige verfrachtete ihn auch auf die Grünfläche vor dem Gebäude und kippte in einer bizarren, rachsüchtigen Aktion weiße Fassadenfarbe darüber.

„Zuerst war ich einfach nur geschockt – ich konnte nicht glauben, dass das passiert war“, erzählte Kalyn Be. „[Mein Ehemann und ich] konnten in dieser Nacht nicht schlafen, weil wir davon so aufgewühlt waren.“

„Einfach zu wissen, dass jemand, der in unserem Haus wohnt, zu so etwas fähig ist – zu so einer boshaften Aktion.“

Billys Kinderwagen – mit weißer Fassadenfarbe überschüttet. Quelle: Zur Verfügung gestellt

Das Paar benachrichtigte die Polizei und meldete den Vorfall, doch das Wissen, dass ein Nachbar so etwas tun kann, beunruhigt sie noch immer.

„Es ist ein sicheres Gebäude, also muss es jemand gewesen sein, der hier wohnt“, sagte Kalyn. „Da sie ihn einfach mit der Farbe überschüttet auf dem Gelände stehen gelassen haben, ist es wenig wahrscheinlich, dass es irgendein Jugendlicher war.“

Die rachsüchtige Attacke erschütterte Kalyn und Travis. Quelle: Zur Verfügung gestellt

Kalyn sagte, der Kinderwagen sei überhaupt nicht im Weg gewesen und könne physisch niemandem Umstände bereitet haben.

„Wahrscheinlich könnte man genau daran vorbeigehen und nicht einmal merken, dass er da ist. Man müsste den Kopf drehen, um zu sehen, dass er unter der Treppe steht. Mann muss nicht um ihn herumgehen – er war überhaupt niemandem im Weg.“

Der Kinderwagen war unter dieser Treppe abgestellt – und hatte niemandem den Weg versperrt. Quelle: Zur Verfügung gestellt

Der Vorfall hinterließ bei ihr eine bleibende Angst wegen ihres Zuhauses.

„Das Gefühl der Verletzbarkeit – gestern war ich den ganzen Tag alleine zuhause und jedes Mal, wenn ich jemanden auf der Treppe hörte oder wenn es klingelte, hatte ich einen kleinen Schreckmoment“, sagte Kalyn.

Es ist nicht das erste Mal, dass es in dem Gebäude Probleme mit den Nachbarn gab.

„Es gibt eine Person in unserem Wohnhaus, die in der Vergangenheit einige aggressive Nachrichten hinterlassen hat“, sagte Kalyn. „Immer wegen einiger dummer, unbedeutender Dinge. Einmal gab es eine Nachricht darüber, dass jemand Orangenschalen im Gartenbeet gelassen hat. Oder eine sagte: ‚An den faulen Hund, der seine Kartons nicht zerkleinert hat’ und solche Dinge.“

„Aber eine fiese Nachricht wäre mir lieber gewesen als giftige Farbe vom Kinderwagen zu waschen!“

Sind Streitigkeiten mit den Nachbarn im Stadtleben unvermeidbar? Quelle: Getty

Zum Glück gab es nach dem bedauernswerten Vorfall auch etwas Gutes. Als Kalyn in einer Mama-Gruppe auf Facebook um Rat für das Abwaschen von Farbe suchte, überschwemmte die Community sie mit einer Welle der Unterstützung.

„Einige Leute haben mir angeboten, mir ihre übrigen Kinderwagen zu leihen, was sehr süß ist“, sagte Kalyn.

„Ich habe einfach nur nach Rat gesucht, wie man die Farbe entfernen kann, aber die Unterstützung, die mir entgegen gebracht wurde, kam wirklich unverhofft.“

Aletha Wilkinson 
Yahoo7 Be 

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen