Kino: Julia Dietze ist auf eigenwilligen Wegen unterwegs

Julia Dietze ist durch „Iron Sky“ international bekannt geworden. In diesem Jahr kommen fünf Filme mit ihr ins Kino.

Julia Dietze wirkt noch verschlafen. Erst am Vortag ist sie aus Los Angeles zurückgekehrt, dort war sie mit dem bekannten Berghain-DJ Marcel Dettmann und dessen Familie auf dem Coachella Festival. Zwei Wochen Wüste, Sand und viel Musik – genau das Richtige nach drei anstrengenden Jahren voller Filmdrehs. "Hans Zimmers Musik war sehr episch. Am wenigstens hat mir der Auftritt von Lady Gaga gefallen", sagt sie. Der 36-Jährigen fiel unangenehm auf, dass die Sängerin in einer "italienischen SS-Uniform" auf der Bühne performte.

2012 feierte Julia Dietze bei den Filmfestspielen, der Berlinale, ihren internationalen Durchbruch mit dem finnischen Indepen­dentfilm "Iron Sky". Darin spielt sie die Tochter eines Nationalsozialisten, die auf dem Mond wohnt. "Eigentlich ist meine Rolle kein Nazi. Sie ist in der zweiten Generation auf dem Mond aufgewachsen und wurde durch eine ideologische Gehirnwäsche geprägt. Als sie jedoch die Zusammenhänge erkennt, kämpft sie mit aller Macht gegen das Regime", sagt Dietze.

Von der Stripperin bis zum Junkie

Die Darstellerin hat sich bereits durch die unterschiedlichsten Rollen gespielt – von der Stripperin zum Junkie. Doch von dem Angebot in "Iron Sky" rieten ihr vor allem ihre amerikanischen Branchenkontakte ab. Einen Film zu drehen, der so unkonventionell mit der deutschen Geschichte umgeht, könne ihre Karriere ruinieren. Doch Julia Dietze vertraute ihrer Intuition. Mit Erfolg, in diesem Jahr erscheint der zweite Teil.

Dietze ist in einer Bohemien-Familie...

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