Kläglich! - Prozess gegen die Löwen am Arbeitsgericht gestartet

Matthias Eicher

Ex-Trainer Runjaic, Ex-Sportchef Eichin und Ex-Scout Jaekel verklagen die Löwen wegen ausbleibender Gehaltszahlungen. Ein Ergebnis gibt es nicht – aber viele fragwürdige Details.

München - Winzererstraße 106, 80797 München. Arbeitsgericht. Hier spielt sich derzeit beim TSV 1860 mehr ab als an der Grünwalder Straße. Am Montag hatte Profi Karim Matmour gegen seine Degradierung zur U21 geklagt und – bei guten Siegchancen im Hauptsacheverfahren – vorerst verloren. Gestern folgte die ehemalige sportliche Leitung.

Nacheinander klagten Ex-Scout Peer Jaekel, Ex-Trainer Kosta Runjaic und Ex-Sportchef Thomas Eichin gegen 1860 – alle aus demselben Grund: Die Löwen hatten, vereinfacht gesagt, unter der Führung von Geschäftsführer Anthony Power die Gehaltszahlungen an das Trio eingestellt beziehungsweise minimiert.

In einem waren sich die drei Kläger-Parteien einig: Die Vorwürfe, mit denen Sechzig die Maßnahmen rechtfertigt, seien "an den Haaren herbeigezogen" (Jaekels Anwalt Ralf Stempel), "nebulös und rufschädigend" (Runjaics Anwalt Sidney Balan). Eichins Rechtsbeistand Alexander Kirsch ergänzte: "Wir wollen dem Verein nicht schaden. Wenn er aber anfängt, irgendwelche Vorwürfe zu suchen, gibt es die Retourkutsche." Eine gütliche Einigung gab es letztendlich in allen drei Verhandlungen nicht, doch die lieferten fragwürdige Details zutage.

Die AZ erklärt die drei Fälle:

Fall Jaekel: Zum 6. Januar 2017 wurde Jaekel fristlos entlassen, hat dagegen Kündigungsschutzklage eingereicht, er habe sich "nichts zuschulde kommen" lassen.
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