Tierschutzorganisation übergibt Klöckner Petition gegen illegalen Welpenhandel

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Welpen

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten hat am Mittwoch eine Petition mit rund 114.000 Unterschriften gegen illegalen Welpenhandel an das Landwirtschaftsministerium von Julia Klöckner (CDU) übergeben. Die Organisation freue sich, "damit den großen Handlungsbedarf gegen den illegalen Welpenhandel" verdeutlichen zu können, erklärte die Kampagnenverantwortliche Daniela Schneider.

Landwirtschaftsministerin Klöckner sicherte anlässlich der Übergabe der Petition ihre Unterstützung im Vorgehen gegen unseriöse Hundeverkäufer im Internet zu. "Mit einer Informationsoffensive wollen wir kriminellen Machenschaften besser das Handwerk legen", sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Es sei eine Branchenvereinbarung der digitalen Verkaufsplattformen mit klareren Regeln für das Onlineangebot von Tieren in Arbeit, um unseriöse Anbieter besser zu erkennen. Klöckner appellierte an das Verantwortungsbewusstsein von Hundehaltern - "auch dafür, woher das Tier stammt und wie es aufgezogen wurde".

Vier Pfoten-Verantwortliche Schneider wertete es als "positives Zeichen", dass auch das Ministerium Handlungsbedarf erkannt habe. Die Tierschutzorganisation und die Unterzeichnenden der Petition fordern eine Identifizierung aller Tierverkäufer auf allen Onlineplattformen sowie ein Verkaufsverbot von Tieren über soziale Medien – Tierheime ausgenommen. "Nur so kann das Leid von Millionen Opfern gestoppt werden", erklärte Schneider.

Sie machte zugleich deutlich, dass eine Informationsoffensive "nur ein erster Schritt von vielen sein" könne. Auch die durch das Ministerium angestoßene freiwillige Branchenlösung sei nicht ausreichend. Solange die Vereinbarung auf Freiwilligkeit beruhe, "wird es weiterhin unsichere Plattformen geben, auf denen Kriminelle ihr skrupelloses Geschäft mit Hundewelpen betreiben".

"Die bisherigen Bemühungen des Ministeriums können den illegalen Handel nicht stoppen", erklärte die Vier Pfoten-Vertreterin. Umso wichtiger sei es deshalb, dass sich die im kommenden Herbst neu gewählte Regierung der Problematik annehme.

awe/cax

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