Klassik: Wohnung einrichten und Oper singen

Portrait der Sopranistin Annette Dasch in der Deutschen Oper, Berlin

Die SMS kommt vom Stuttgarter Platz. "Bin am Stutti, Baustellenstau." Annette Dasch ist auf dem Weg zur Deutschen Oper, wo sie zur Zeit die Rosalinde in Rolando Villazóns Neuproduktion der "Fledermaus" singt. Das sei ja "ihr altes Opernhaus" aus Westberliner Kindheitstagen, sagt Annette Dasch, als sie endlich aus dem Taxi steigt, hochgewachsen, durchtrainiert. Jetzt hat sie nicht die Muße der Opernbesucherin. Annette Dasch macht sich nach der "Fledermaus"-Vorstellung auf den Weg nach Wien, wohin sie mit ihrer Familie von Frankfurt aus ziehen wird.

"Bisher sind die Kinder immer mit uns mitgereist." Annette Dasch berichtet nicht ohne Stolz, dass die ältere Tochter selbst bei Wagner nicht aus Proben zu den ellenlangen "Meistersingern" herauszubringen ist. "Sie hat in der Schusterstube im dritten Akt ein bisschen geschlafen und ist dann zur Festwiese wieder aufgewacht." Wie viele Opernbesucher, fügt Dasch grinsend hinzu.

Weggang unter Tränen

Zum Beginn der Schulpflicht muss die Familie nun Wurzeln schlagen. "Leider nicht in Berlin. Ich habe die acht Wochen hier jetzt total genossen und hatte einen richtigen Blues, als die Zeit vorbeiging." Dasch hat allerdings auch einen Fehler gemacht. Sie ging mit ihrer Schwester ins Grips-Theater. Das Musical "Linie 1", Westberliner Nostalgie pur. "Ich habe von der ersten bis zur letzten Sekunde nur geheult. Ich hatte dieses Gefühl: O Mann, es ist doch irgendwie meine Stadt. Und jetzt mache ich aus Frankfurt den Schritt in die nächste Stadt, und ...

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