Klimaaktivisten in Großbritannien wegen Protestaktion verurteilt

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Aktivistin hat sich an Straße festgeklebt (AFP/JUSTIN TALLIS)

Neun Klimaaktivisten der Gruppe Insulate Britain sind in Großbritannien wegen einer umstrittenen Protestaktion zu drei- bis sechsmonatigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Aktivisten, die wiederholt und entgegen gerichtlicher Anweisung wichtige Verkehrsstraßen des Vereinigten Königreichs blockiert hatten, traten am Mittwoch in London ihre Strafe an. "Die Angeklagten oder einige von ihnen scheinen Märtyrer für ihre Sache sein zu wollen", sagte die Richterin Victoria Sharp.

Insulate Britain hatte Mitte September mit ihren Aktionen begonnen. Mehrmals blockierten sie etwa die Zufahrt zum wichtigen Fährhafen von Dover und die Ringautobahn der britischen Hauptstadt. Sie fordern eine bessere Isolierung der Wohnungen in Großbritannien im Kampf gegen den Klimawandel.

Die Polizei nahm Hunderte von Festnahmen vor, teilweise waren die jeweiligen Aktivisten gerade erst wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Mitte Oktober stellte Insulate Britain seine Aktionen zeitweise ein, Ende des Monats blockierten Aktivisten jedoch erneut Straßen.

Im September war dies bereits gerichtlich verboten worden. Die Justiz drohte bei Zuwiderhandlung mit Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren. Die nun Verurteilten müssen für eine Blockade der Londoner Ringautobahn am 8. Oktober ins Gefängnis.

Die Inhaftierung der neun Aktivisten im Alter von 20 bis 58 Jahren wurde von einer Demonstration von Insulate Britain begleitet. "Wir können nicht aufgehalten werden, eine andere Welt ist möglich", skandierten ihre Unterstützer. Eine der Verurteilten kündigte an, einen Hungerstreik beginnen zu wollen.

pe/ju

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