Klimakiller Küche: Gasherde stoßen eine Menge Methan aus

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US-Forscher sind zu einer alarmierenden Erkenntnis gelangt: Gasherde produzieren selbst dann eine Menge des gefährlichen Treibhausgas Methan, wenn sie ausgeschaltet sind.

Burning gas burner. Blue fire with a red flame.
Symbolbild: Getty Images

Gasherde sollten als Klimakiller ernster genommen werden. Wie US-Forscher herausgefunden haben, setzen die Haushaltsgeräte größere Mengen des Treibhausgases Methan frei als gedacht.

Für die Studie haben Forscher der Stanford University Gasherde in 53 Haushalten im US-Bundesstaat Kalifornien untersucht. Im Fokus stand dabei der Austritt des Gases in verschiedenen Nutzungsphasen eines Geräts: im eingeschalten und ausgeschalten Zustand sowie in der Übergangsphase zwischen Zündung und Erlöschen des Gases.

Das alarmierende Ergebnis der Analyse: Gasherde stoßen selbst dann große Mengen Methan aus, wenn sie gar nicht benutzt werden. "Mehr als drei Viertel der von uns gemessenen Methanemissionen entstanden im Ruhezustand", schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology. Als Grund nennen sie unter anderem Mängel bei Anschlüssen und Leitungen.

Methan – gefährliches Treibhausgas

Die Menge an nicht verbranntem Methan, das Gasherde beim Verbrauch von Erdgas emittieren, schätzen die Wissenschaftler auf 0,3 bis 1,3 Prozent. Wie gefährlich das für das Klima ist, veranschaulichen sie mit einem Vergleich: "Legt man einen Zeitrahmen von 20 Jahren zugrunde, so haben die jährlichen Methanemissionen aller Gasherde in den US-Haushalten eine vergleichbare Auswirkung auf das Klima wie der CO2-Ausstoß von 500.000 Autos."

Es handelt sich also um ein ernstes Problem, das im Kampf gegen den Klimawandelt zu berücksichtigen ist. Methan, Hauptbestandteil des Erdgases, ist ein sehr gefährliches Treibhausgas. Laut den kalifornischen Wissenschaftlern hat das Gas in einem Zeitraum von 100 Jahren einen 34 Mal stärkeren Treibhauseffekt als CO2. In einer Zeitspanne von 20 Jahren sei seine Wirkung sogar 86 Mal stärker.

Dass der Klimaschaden durch Methan im Vergleich zu Kohlendioxid mit den Jahren abnimmt, liegt an seiner relativen Kurzlebigkeit. Während CO2 mehrere Tausend Jahre in der Atmosphäre verbleibt, zerfällt CH4 schon nach zwölf Jahren. Dennoch ist das Gas wesentlich für den Klimawandel verantwortlich, sein Anteil an der Erderwärmung liegt bei rund 20 Prozent.

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