"Klingt steril": "Let's Dance"-Profi Katja Kalugina gerät bei DSDS in Stolpern

teleschau
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Angeblich hat sie auf eine Teilnahme bei der diesjährigen "Let's Dance"-Staffel verzichtet, um ihr Glück bei DSDS zu suchen: Statt des gestrengen Jurors Joachim Llambi sollte nun der flapsige Dieter Bohlen bei DSDS über Katja Kaluginas Weiterkommen entscheiden. Vom Profi zum Neuling: Und im Fokus stand nicht die Stimme.

Als "Let's Dance"-Profi ist die große TV-Bühne gewohnt - und dennoch gibt Katja Kalugina, die angeblich ein Engagement bei der diesjährigen Staffel der RTL-Tanzshow zugunsten von DSDS aufgebeben haben soll, an Bord des Casting-Kahns "Blue Rhapsody" offen zu: "Mein ganzer Körper hat gezittert." Schlimmer noch: Bei einem Juror hätte sie gleich wieder abtanzen können.

Das Szenario, das sich bei Katja Kaluginas Auftritt zunächst auftut, ist bizarr: Dieter Bohlen als Teilnehmer bei "Let's Dance"! Doch bevor im Inneren nicht rückgängig zu machende Bilder seiner hanseatischen Hüfte beim Cha-Cha-Cha entstehen, gibt der DSDS-Juror selbst Entwarnung: "Ich würde es nie tun, aber WENN ich bei 'Let's Dance' mitmachen würde, würde mir sowas von die Pumpe gehen." Gedacht ist dies auch als Beruhigung für Profi-Tänzerin Katja (27), die klarstellt: "Selbst so ein 'Let's Dance'"-Solo-Opening, das ich machen durfte, ist wirklich gar nichts gegen diese Aufregung jetzt gerade bei Euch."

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Standfest ist sie trotzdem geblieben, was Bohlen deutlich von ihrem nicht immer treffsicheren Gesang ablenkt: "Du hast richtig schöne Füße. Normalerweise schau ich den Leuten ja auf den Kopf und nicht auf die Beine." Fest steht jedenfalls: Wieder sind es eher die Bewegungen, mit denen Katja überzeugt - trotz der russischen Oma, die ihr das Gesangstalent vererbt haben soll. "Ich nehme dir das Singen nicht so ab", urteilt Mike Singer: "Klingt irgendwie steril." Zu wenig Gefühl? Durch "harte Arbeit" will die schöne Russin den Juror noch für sich einnehmen: "Ich krieg dich noch." Bohlen und Maite Kelly hat sie schon - also Recall statt Zehnerkelle.

Nirgendwo ein Funke

Darauf hoffen auch Kandidatinnen ohne Show-Erfahrung, darunter Mathe- und Chemie-Studentin Dori (27) aus Gießen. Als Naturfreundin, Gruppenleiterin bei den Pfadfindern und angehende Lehrerin glaubt sie an Gemeinschaft und das Gute im Menschen, sogar bei DSDS: "Es geht hier doch darum, Talent zu fördern. Aber auch die, die nicht so gut singen können, werden menschlich behandelt - ein Format, das ich unterstützen würde."

Interessant wäre, inwiefern sich Doris positive Einschätzung nach ihrem Auftritt mit Nicoles "Ein bisschen Frieden" geändert haben könnte - vor allem nach den Statements der Jury: "Du, ich war echt schon am Gähnen, obwohl ich heute echt ausgeschlafen bin. Schlafen dir die Pfadfinderkinder auch immer weg?", wollte Mike Singer hämisch wissen. "Du hast kein Feuer", stellte Maite Kelly fest. Und Dieter Bohlen versicherte: "Dein Problem ist deine Ausstrahlung, da wird nie ein Funken irgendwohin überspringen." Zu hoffen bleibt, dass die freundliche, zugewandte Dori im Sinne einer besseren Welt künftig eher wieder Schulkinder begeistern will - und gelangweilte Ablehnung schnoddrigen Castingshow-Jurys überlässt.

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Zwischen "Dudelsack mit Blasenentzündung" und "Mein lieber Scholli"

Dori hat einige Leidensgenossinnen: "Du bist das beste Beispiel für das, was wir hier nicht brauchen", bekommt die nervöse Ex-Eiskunstlaufmeisterin Sheila von Dieter Bohlen zu hören. Bei Influencerin und Boutique-Besitzerin Nadine wird der Meister des Wortspiels blumig: "Ganz Rose Scheiße!" - "Das klingt wie ein Dudelsack mit Blasenentzündung", muss sich wiederum der 18-jährige Mark zu seinem Saxofonspiel anhören.

"Dudelsack mit Blasenentzündung": Mark konnte nicht punkten. (Bild: RTL)
"Dudelsack mit Blasenentzündung": Mark konnte nicht punkten. (Bild: RTL)

Doch bevor man endgültig nach Therapeuten-Hotlines für junge Menschen, die ihren Traum begraben müssen, sucht, gibt es Licht am Horizont der Jury-Begeisterung: "Heiliges Ofenrohr", heißt es dann von Bohlen über Tätowierer und Erzieher-Anwärter Giuliano aus Freiburg: "Mein lieber Scholli, deine Stimme ist geil." "Übertrieben sympathisch" findet auch der emotional meist regungslos wirkende Mike Singer den Sänger mit kroatisch-portugiesischen Wurzeln, während Maite Kelly die rauchige Stimme von Jill (20) aus Mark feiert: "Ich habe es geliebt."

Und so bleibt die Attitüde der Jury zwischen großmütiger Güte und Unverschämtheit als Motor der Show einfach unberechenbar. Oder wie Maite Kelly sagt: "Das Ungefilterte ist das pure Leben." Echt?

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