Kliniken in New York droht in Corona-Krise Mangel an medizinischer Ausrüstung

New Yorks Bürgermeiser Bill de Blasio

Wegen der Coronavirus-Pandemie könnte in den Kliniken in der US-Metropole New York bereits in wenigen Tagen wichtige Ausrüstung fehlen. "Offen gesagt, sind wir rund zehn Tage davon entfernt, weit verbreitete Engpässe bei Beatmungsgeräten, chirurgischen Masken, den für den Betrieb von Krankenhäusern notwendigen Dingen zu erleben", sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio am Sonntag dem US-Sender CNN. Wenn dieses Problem nicht gelöst werde, werde dies Menschenleben kosten.

"Wenn wir nicht mehr Beatmungsgeräte in den nächsten zehn Tagen bekommen, werden Menschen sterben, die nicht sterben müssen", sagte de Blasio. "So einfach ist das." Der Bürgermeister unterstützte daher das Vorhaben von US-Präsident Donald Trump, die Produktion und Verteilung dringend benötigter medizinischer Ausrüstung mit Hilfe der Armee auszuweiten.

In New York, der größten Stadt in den Vereinigten Staaten, gibt es landesweit die meisten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das "Schlimmste kommt noch", warnte Bürgermeister de Blasio auf CNN und nannte die Pandemie "die größte inländische Krise seit der Großen Depression" in den 30er Jahren.

"Deswegen brauchen wir eine vollständige Mobilisierung des Militärs und der Kongress muss so handeln, als ob wir auf dem Weg in die nächste große Depression wären", forderte de Blasio.

Laut Zählung der Johns-Hopkins-universität in Baltimore wurden in den USA bislang 27.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen, mehr als 8000 davon in der Stadt New York. Von den rund 350 Corona-Toten in den USA wurden 76 aus dem Bundesstaat New York gemeldet und davon wiederum 60 aus New York City.