Klinikverband spricht von "deutlich mehr" Unfällen zu Jahreswechsel als in Vorjahren

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) geht von deutlich mehr Unfällen zum Jahreswechsel aus als in den Vorjahren. "Verletzungen durch Feuerwerkskörper, aber auch alkoholbedingte Unfälle haben dazu geführt, dass die Notaufnahme voll waren", sagte Verbandschef Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) laut einer Vorabmeldung vom Montag.

"Die Meldungen von Feuerwehr und Rettungsdiensten und die schlimmen Nachrichten über Todesfälle und schlimmste Verletzungen durch Feuerwerkskörper lassen vermuten, dass wir bei diesem Silvester deutlich mehr Unfälle hatten, als in den vergangenen beiden Jahren", fügte Gaß hinzu.

Aus einigen Bundesländern meldete die Polizei unterdessen weitere schwere Vorfälle mit Böllern. Unter anderem erlitt in Annaberg-Buchholz in Sachsen am Sonntag ein elfjähriger Junge schwere Verbrennungen. Das Kind hatte verbrauchte Feuerwerkskörper gesammelt und die Schwarzpulverreste auf einen Haufen geschüttet. Als er das Gemisch entzündete, kam es zu einer etwa anderthalb Meter hohen Stichflamme. Ein Rettungshubschrauber brachte den Jungen in eine Klinik.

hex/cfm