Knapp 12 Millionen Passagiere: Flughafen Köln/Bonn wächst weiter

Ein Rucksack wurde vorsorglich gesprengt und mehrere Passagiere wurden festgenommen.

Die Stimmung in Köln-Wahn könnte derzeit nicht besser sein, denn im vergangenen Jahr erreichte der Flughafen Köln/Bonn bei der Zahl der Fluggäste mit 11,9 Millionen einen Höchststand. Das ist ein Plus von 1,6 Millionen Gästen oder 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit war Köln/Bonn bundesweit betrachtet der am stärksten wachsende Airport. Bei der Gesamtzahl der Passagiere landete der Flughafen auf Platz sechs.

Wachstumstreiber war wie schon in den vergangenen Jahren das Low-Cost-Segment. Dabei zog die irische Billig-Airline Ryanair, die unter anderem wegen ihrer umstrittenen Anstellungspolitik für die Piloten Schlagzeilen verursachte, mit 1,1 Millionen die meisten Passagiere. Auf Platz zwei mit etwa der Hälfte landet die Lufthansa-Billigtochter Eurowings, die von Köln/Bonn aus mittlerweile auch Langstrecke fliegt.

Ägypten und Türkei sind gerade nicht beliebt als Urlaubsziel

Blickt man auf die Reiseziele, so verloren besonders Ägypten und die Türkei aufgrund der politischen Situation an Anziehungskraft. Sonne tanken die Menschen dafür vermehrt in Spanien, Portugal oder Griechenland. Auch beim ertragreichen Frachtverkehr erzielte der Flughafen 2016 ein Allzeithoch. Mit 786 000 Tonnen legte das Segment um vier Prozent zu.

Die insgesamt positive Entwicklung beschert dem Unternehmen dann auch einen Rekordumsatz von knapp 320 Millionen Euro (plus 7,3 Prozent). Unter dem Strich bleibt dabei ein Gewinn von 6,3 Millionen Euro, das sind 1,2 Millionen mehr als im Vorjahr.

Passagierzahl soll auf über zwölf Millionen steigen

Für das laufende Jahr geht Flughafen-Chef Michael Garvens davon aus, dass die Zahl der Passagiere erstmals auf über zwölf Millionen steigt. Auch bei der Fracht sollen nach jetzigen Planungen die 800 000 Tonnen überschritten werden. Der Gewinn soll mit 6,1 Millionen Euro etwas unter dem Überschuss des vergangenen Jahres liegen.

Ganz große Wachstumssprünge wie in der Vergangenheit durch Ryanair oder die Eurowings-Langstrecke erwartet Garvens in naher Zukunft zwar nicht, der Airport werde aber weiterhin zwischen zwei bis vier Prozent jährlich zulegen können.

Flughafen-Chef sieht Veränderungen im Markt gelassen entgegen

Dass Ryanair nun auch mit dem Frankfurter Flughafen ins Geschäft gekommen ist und Lufthansa-Chef Carsten Spohr jüngst angekündigt hat, die Eurowings-Langstrecke auch von anderen Airports als bislang ausschließlich Köln/Bonn starten zu lassen, sieht Garvens gelassen.

„Man muss immer neue Ideen entwickeln“, so der Flughafen-Chef. Überproportional profitieren könnte Köln, wenn die geplante Erweiterung des Düsseldorfer Flughafens scheitern sollte....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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