Knapp 300.000 Euro Erlös bei erster Auktion von AFP-Fotos

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Serge Gainsbourg bei seiner Protestaktion (AFP/PHILIPPE WOJAZER)

Bei der ersten Versteigerung legendärer Fotos der Nachrichtenagentur AFP sind am Sonntag in Paris fast 300.000 Euro erlöst worden. Den höchsten Preis erzielte mit 15.600 Euro ein Foto des Chansonniers und Schauspielers Serge Gainsbourg beim Anzünden eines Geldscheins. Gainsbourg hatte mit der Aktion in einer Fernsehsendung 1984 gegen hohe Steuern protestiert. Vorab war der Wert des Bildes auf 800 bis 1500 Euro geschätzt worden.

Bei der Auktion unter dem Titel "Die analogen Jahre" zahlte ein Bieter 5200 Euro für ein Foto von dem Leichnam des Revolutionärs Ernesto "Che" Guevara nach seiner Exekution 1967 in Bolivien.

Zu den insgesamt 200 versteigerten Fotos aus den Jahren 1944 bis 1998 zählten auch Bilder von der Befreiung von Paris am Ende des Zweiten Weltkriegs oder von dem afroamerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King. Aber auch Fotos von Alltagsszenen oder von Sport-, Musik- und Filmstars kamen unter den Hammer.

Welchen Risiken AFP-Fotografen sich mitunter bei ihrer Arbeit aussetzen, zeigte unter anderem das Foto einer explodierenden Mine im Golfkrieg von 1991. Es wechselte für 4500 Euro den Besitzer.

Die analoge Foto-Sammlung von AFP umfasst etwa sechs Millionen Bilder aus den Jahren 1944 bis 1998.

yb/mkü

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