Kneifen, heulen, Regeln brechen: Echte Kerle im Camp? Fehlanzeige!

Andreas Schoettl
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Kneifen, heulen, Regeln brechen: Echte Kerle im Camp? Fehlanzeige!

Was ist nur los mit den Männern bei "Promi Big Brother"? Der eine beginnt zu heulen, der andere kann sich nicht an Regeln halten. Und ein besonders unsympathisches Exemplar kann seinen Mund zwar besonders weit aufreißen, kneift allerdings, wenn es auf ihn ankommt.

Um das Ansehen des Mannes steht es in modernen Zeiten angeblich lange nicht mehr gut, glaubt man den Geschlechterrollen. Schuld daran ist der Herr der Schöpfung aber schon auch ein bisschen selbst. Zum Beleg dafür reicht es, die männlichen Teilnehmer bei "Promi Big Brother" etwas näher zu beobachten. In der vierten Sendung des SAT.1-Formats zeigten sich gerade die Herren besonders unrühmlich.

Gut, dass Joey Heindle in seiner unnachahmlich unbedarften Art ein bisschen wie ein "Küken" ist, wie Zlatko es nannte, ist nach Heindles zahlreichen Promi-TV-Auftritten nichts Neues mehr. Wenigstens aber setzt er sich Ziele. "Ich will eine eigene Firma gründen", berichtete der Sänger zunächst noch euphorisch. "Eine Filmfirma, nur für Musikvideos", sollte es sein.

Jürgen Trovato hörte dem 26-Jährigen interessiert zu, kratzte sich kurz hinterm linken Ohr, um dann zu urteilen: "Jeder Schuster soll bei seinen Leisten bleiben! Fang das bloß nicht an, andere studieren dafür", so der TV-Detektiv. Das war schon zu viel der Kritik an Joey und dessen ambitionierten Plänen. Der Sänger verzog sich rasch in ein hinterstes Eck, wo ihn niemand mehr wieder finden möge. Dort weinte er. Gegenüber seinem väterlichen Freund Zlatko sagte er später: "Was mich verletzt, ist, dass die Leute mich immer so unterschätzen. Klar bin ich oft auf die Schnauze gefallen. Aber ich habe daraus gelernt. Was mir auf den Sack geht, ist, dass andere Leute immer alles besser wissen. Und ich bin immer der Depp!"

Das große Zittern des Trovato

Nein, Joey, zu einem größeren Idioten hat sich da noch ein ganz anderer gemacht: Jürgen Trovato höchstselbst! Mit großer Klappe ätzte er schon über eine Mini-Delle in einer Pobacke, hielt nichts von Unternehmergeist mit Musikvideos und als er nun selbst seinen Mann stehen sollte: Trovato versagte!

Der 57-Jährige hatte sich noch ganz selbstverständlich für das Spiel "Zitterwurf" aufstellen lassen. Bei diesem sollten vier Kandidaten aus dem Zeltlager Rettungsringe zielgenau auf eine Stange werfen. Das allerdings aus sehr luftiger Höhe. Sechs Meter über dem Boden war es Trovato schon viel zu hoch. Er erklomm eine Plattform erst gar nicht mehr. Wie man sich auf dieser durchaus wackligen Angelegenheit anstellt, bewies dagegen Sylvia Leifheit. Die Schauspielerin stand wie eine Eins.

Trovato indes schlich wie ein begossener Pudel davon. Er hatte sein Team, für das nur Zlatko einen Rettungsring ins Ziel werfen konnte, im Stich gelassen. Trovatos Rückzieher ging auf die Kosten aller Zeltplatz-Bewohner. Erspieltes Geld, es blieb nur bei einem einzigen Euro, konnte später beim Einkauf eingelöst werden. Almklausi, der wenigstens sofort zugab, dass er unter Höhenangst leide, ging den kaum harten TV-Detektiv direkt an: "Dicke Eier haben und dann nicht hoch gehen!"

Gegen die Regeln beim Einkauf

Trovatos Rückzieher mit anschließend heftiger Diskussion über sein Versagen wird sicherlich noch ein Nachspiel haben. Ebenso Konsequenzen hatte der "Einkauf" von Youtuber Chris in der vorangegangenen Sendung. Bei diesem hatte er geschummelt und sich nicht an die Regeln gehalten. Das "Weintrauben-Gate" kostete die hungernden Camp-Bewohner den wertvollen Betrag in Höhe von 1,79 Euro. Ginger Wollersheim wenigstens lachte über Chris. "Du hast den Penny-Markt vor der Haustür beklaut."

Indes blieb es im Luxusbereich wider Erwarten sehr ruhig. Nach dem Umzug des Kuschelpärchens Janine Pink und Tobi Wegener in die Vorteile eines großen weichen Bettes hatte Joey Heindle noch erwartet: "Die pimpern hier die Hütte kaputt." So weit ist es bislang nicht gekommen. Vor allem Tobi, der Mann, ist es, der sich bislang sehr zurückhält. Nachts im Bett beim Einschlafen reagierte er nicht einmal auf Janines Spruch "Boah, ist das kalt, ey." Anders gedeutet, bedeuten Janines Worte übrigens: "Komm' unter meine Decke."

Eva hat ein sehr spezielles Problem

Bei den Wechsel-Entscheidungen wurde die Hellseherin Lilo von Kiesenwetter von den TV-Zuschauern per Voting zurück in das Zeltlager gewählt. Die Entscheidung der Luxusbewohner, dass Model Theresia ihr seltsames Kuscheltier Herbert nunmehr in einem weichen Bett streicheln darf, entsetzte gerade Eva Benetatou. Denn das "Bachelor"-Babe plagt ein recht spezielles Problem.

Eva findet es "richtig asozial", dass sie die ganze Zeit auf dem Campingplatz bleiben muss und einfach nicht in den Luxusbereich gelassen wird. Denn dort drüben, wo alles schön und reichlich vorhanden ist, liegt auch ihre ganz spezielle Lösung. Eva: "Da drüben hätte ich meine Zigarette und meinen Kaffee. Ich kann nicht auf Klo! Schon seit Tagen nicht! Da drüben brauch ich kein Abführmittel!"