Knochenspuren weisen auf Rituale gegen Untote hin

Brand- und Schneidespuren an Knochen werten britische Wissenschaftler als Hinweis auf eine mittelalterliche Zombie-Abwehr. ...

Brand- und Schneidespuren an Knochen werten britische Wissenschaftler als Hinweis auf eine mittelalterliche Zombie-Abwehr.

Die im Norden Englands vergrabenen Menschen seien wohl nach ihrem Tod verstümmelt worden, damit sie nicht als Untote wieder auftauchten, berichten sie im „Journal of Archaeological Science”.

„Wenn wir richtig liegen, dann ist dies der erste gute archäologische Beweis, den wir für diese Vorgehensweise haben”, sagt Studienleiter Simon Mays von der staatlichen Denkmalpflegebehörde Historic England in Portsmouth.

Der Glaube daran, dass manche Verstorbene nach dem Tod keine Ruhe finden, ist in verschiedenen Kulturen verbreitet. In nordischen Sagas treten Untote als „Wiedergänger” auf, in Osteuropa als „Vampire” und in der Karibik als „Zombies”. In mittelalterlichen Schriften aus verschiedenen Teilen Europas wird von Toten berichtet, die aus dem Grab aufstehen und die Lebenden heimsuchen. So soll auch die Tradition der Totenwache auf die Furcht vor dem Wiedererwachen des Verblichenen zurückgehen.

Einige mittelalterliche Autoren erwähnen Methoden, um Leichen daran zu hindern, als Untote zu erscheinen. Dazu gehören das Enthaupten und die Verstümmelung der Leiche sowie das Verbrennen von Körperteilen. Das Team um Mays hat nun eine Reihe von Hinweisen zusammengetragen, die darauf hindeuten, dass im verlassenen Ort Wharram Percy im Norden Englands solche Methoden praktiziert wurden. Wharram Percy...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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