Koalition nimmt am Nachmittag neuen Anlauf zu Reform der Pflegeausbildung

Union und SPD wollen am Mittwochnachmittag erneut versuchen, noch offene Fragen bei der Reform der Pflegeausbildung zu klären. Das teilten beide Seiten übereinstimmend in Berlin mit. Ziel sei, sich noch vor den am Abend anberaumten Beratungen der Koalitionsspitzen zu verständigen, hieß es weiter.

Zuvor hatte es am Dienstag Verwirrung um die Pflegereform gegeben, nachdem Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) zunächst von einer Einigung der zuständigen Fachpolitiker gesprochen hatte. Auf Seiten der SPD war dann jedoch von noch offenen Fragen die Rede, bereits angesetzte gemeinsame Pressestatements wurden wieder abgesagt.

"Das muss ein Missverständnis gewesen sein", sagte dazu am Mittwoch SPD-Parlamentsgeschäftsführerin Christine Lambrecht. Die Fachpolitiker hätten darüber beraten, "aber es gab noch keine endgültige Einigung".

Bei der Reform der Pflegeausbildung geht es darum, die bislang separaten Ausbildungsgänge für Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege zusammenzuführen, um mehr gegenseitige Durchlässigkeit zu erreichen. Die Union will allerdings differenzierte Ausbildungsgänge auch weiterhin ermöglichen. Die SPD befürwortet ein einheitliches Ausbildungsmodell. Die Absprachen vom Dienstag sahen nach den Worten Kauders vor, an separaten Ausbildungsgängen festzuhalten, diese aber so auszugestalten, dass beispielsweise Krankenpfleger auch in der Altenpflege eingesetzt werden können.

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