Koalitionskrach: Berlin braucht einen Staatssekretär für das Landespersonal

Das Schicksalsthema Personalentwicklung gehört ganz nach oben auf die politische Agenda, kommentiert Joachim Fahrun.

Der Koalitionsvertrag von SPD, Linken und Grünen ist an dieser Stelle ausnehmend klar: "Die Koalition wird alle Zuständigkeiten für landesweite Personalthemen … in der Senatsverwaltung für Finanzen bündeln." Angesichts dieser Aussage muss man sich schon wundern, warum sich der Regierende Bürgermeister und SPD-Landeschef Michael Müller nicht mehr an seine Unterschrift gebunden fühlt. Der Innensenator soll nun eben doch einen Teil der Zuständigkeit für Ausbildung behalten. Der Verdacht liegt nahe, dass diese Lösung eher dem Geltungsdrang des Senators als fachlichen Überlegungen geschuldet ist. Und wenn doch, dann hätte die SPD das mal besser in den Koalitionsverhandlungen vortragen sollen.

Jetzt sind Linke und Grüne auf 180, und das zu Recht. Angesichts der Probleme in Berlins Verwaltung ist es existenziell für die Entwicklung der Stadt, Personalgewinnung und -management erheblich zu verbessern. Fast immer, wenn es irgendwo hakt in der Administration, ist zu wenig oder das falsche Personal an Bord. Die gewaltige Investitionsoffensive der nächsten Jahre wird nur gelingen, wenn das Land genügend Fachleute gewinnt oder ausbildet.

Organisationen, die viel kleiner sind als der mehr als 100.000 Köpfe zählende Landesdienst, leisten sich selbstverständlich einen Personalvorstand. Auch Berlin braucht einen Staatssekretär, der sich um nichts anderes kümmern muss. Dem schon stark belasteten Finanzstaatssekretär das Personalthema überzuhelfen, ist nicht sachgerecht. Zumal dem auf Sparsamkeit...

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