Koalitionsverhandlungen von SPD und Grünen in Hamburg wegen Corona verschoben

Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Wahlabend

SPD und Grüne in Hamburg haben ihre für Montag geplanten Koalitionsgesprächen wegen der Coronavirus-Krise verschoben. Wie die Parteien am Samstag mitteilten, soll der Start der Verhandlungen um zwei Wochen verschoben werden. Alle Kraft solle derzeit auf die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus konzentriert werden, hieß es zur Begründung.

Bei dem ersten Treffen am Montag sollte es um organisatorische Fragestellungen gehen. Danach waren zwei weitere Verhandlungsrunden für Dienstag und Donnerstag geplant. Nach Sondierungsgesprächen mit Grünen und CDU hatte die Hamburger SPD beschlossen, mit den Grünen über eine Neuauflage von Rot-Grün zu verhandeln. Beide Parteien regieren in Hamburg schon seit 2015 gemeinsam.

In Hamburg war am 23. Februar eine neue Bürgerschaft gewählt worden. Die SPD ging aus der Wahl mit einem Stimmanteil von 39,2 Prozent als Sieger hervor. Die Grünen wurden mit 24,2 Prozent zweitstärkste Kraft, die CDU lag mit 11,2 Prozent auf dem dritten Rang.