Koalitionsvertrag: Unmut und "blankes Entsetzen" in der Berliner CDU

Kanzlerin Angela Merkel sieht sich scharfer Kritik aus der eigenen Partei ausgesetzt

Berlin.  In der Berliner CDU mag sich mancher gerade wünschen, SPD-Mitglied zu sein. Nicht aus inhaltlichen Gründen. Doch die Sozialdemokraten können dem Koalitionsvertrag per Mitgliedervotum eine Absage erteilen. Das würden auch in der Hauptstadt-CDU viele gern tun. Vor allem die Ressort­verteilung, bei der die CDU das Finanzressort an die SPD abtreten will, habe "blankes Entsetzen" hervorgerufen, heißt es in Parteikreisen. Anhänger des rechten Parteiflügels kritisierten auch die Inhalte des Koalitionsvertrages – und forderten die Ablösung von Angela Merkel. Vertreter aus Wirtschaft und Mittelstand würden die Partei verlassen, so die Befürchtung.

Christian Gräff, Mitglied des Abgeordnetenhauses und Berliner Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung, sagte, er teile die Auffassung, dass sich der Tag der Unterschrift unter den Koalitionsvertrag "als Anfang vom Ende der Volkspartei CDU herausstellen" könne. Eine Diskussion über die "grundsätzlichen Werte" der Partei müsse "mit einer inhaltlichen und personellen Erneuerung der Bundespartei einhergehen". Maik Penn, ebenfalls Abgeordneter und CDU-Kreischef in Treptow-Köpenick, schrieb auf Facebook: "Merkels Zeit ist um. Je eher wir dies begreifen, desto besser für die Union.". Er habe von diversen Parteiaustritten erfahren. Karl-Georg Wellmann, einst Bundestagsabgeordneter und Ex-Kreisvorsitzender in Steglitz-Zehlendorf, forderte, Merkels Ablösung als Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin müsse noch in der laufenden Legislaturperiode erf...

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