Koch orientiert sich an Messi und Ronaldo

Kai Hartwig, Sabrina Barlemann
Nach der U21-EM steigen Robin Koch (l.), Luca Waldschmidt (r.) und Markus Schubert (2.v.l.) wieder ins Training ein. Das Trio schiebt Extraschichten in der Black Hall

Das EM-Turnier in Italien und San Marino liegt nur wenige Wochen hinter Deutschlands U21-Helden. Doch die neue Bundesliga-Saison steht bereits in den Startlöchern.

Um fit in die kommende Spielzeit zu gehen, absolvieren einige der DFB-Kicker fleißig Extraschichten. SPORT1 traf die beiden Freiburger Robin Koch und Luca Waldschmidt sowie Schalke-Neuzugang Markus Schubert in Krefeld.


Dort eröffnete Koch mit seinem langjährigen Personal Coach Jannik Kirchenkamp die "Black Hall", ein Performance Center, in dem Spitzensportler, aber auch Amateure ihre Athletik mit Profi-Methoden verbessern können.

"Wir bieten sportartspezifisches Training für Profisportler an, damit diese auch außerhalb des Vereins trainieren können", erklärt der studierte Sportwissenschaftler Kirchenkamp sein Konzept, will aber auch Mannschaften bis hin zum Amateursport anlocken.

Auch Olympiaheld trainiert in Krefeld

Eishockey-Olympiaheld Marcel Noebels von den Eisbären Berlin hält sich ebenfalls hier fit. SPORT1 traf Koch, Waldschmidt und Schubert am Montag bei einer Trainingssession.

"Hier habe ich mich auch für die EM fit gemacht", schildert Koch, der beim SC Freiburg in den vergangenen beiden Saisons den Durchbruch schaffte.


Das U21-EM-Turnier bewertet er trotz der bitteren Finalniederlage positiv. "Ich sehe es als tolles Turnier, man nimmt viele Erfahrungen mit. Wir sind eine super Mannschaft gewesen. Nach dem Finale waren wir schon enttäuscht, dass wir den Titel nicht holen konnten. Mit ein bisschen Abstand ist es trotzdem schön, auf so ein Turnier zurückzublicken."

Das zusätzliche Training ist für Koch obligatorisch. "Man sieht es auch immer wieder bei den ganz Großen. Ronaldo, Messi – jeder macht Extraschichten."

Koch und Waldschmidt loben Streich

Seiner eigenen Entwicklung habe der Schritt nach Freiburg gut getan. "Im Vergleich zu anderen Bundesligisten ist es schon eher ruhiger dort. Man kann sich mehr auf sich konzentrieren. Ich denke, das ist der Hauptgrund, warum dort viele junge Spieler auch den nächsten Schritt machen", glaubt Koch, der auch Trainer Christian Streich hervorhebt: "Er hat genügend Erfahrung und kann gerade auch mit jungen Spielern sehr gut umgehen."  

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Sein Freiburger Mannschaftskamerad Waldschmidt pflichtet ihm bei. Auch der U21-EM-Torschützenkönig fühlt sich im Breisgau bei Streich wohl: "Wir haben dort einen guten Trainer, ein gutes Umfeld. Da können wir in Ruhe arbeiten. Der Trainer weiß auch gut einzuordnen, an welchen Stellschrauben er drehen muss. Er kommt aus der Jugend, weiß daher auch, wie wir ticken. Er redet viel mit uns und gibt uns auch Zeit, uns weiterzuentwickeln."